Diversity in IT-Teams: "Bei Frauen greift immer noch ein automatisches Bias"

Scout24-CTO Rowena Patrao erklärt im Newsletter, welchen Unterschied sie zwischen Tech-Teams in Deutschland und den USA wahrgenommen hat.

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Chefs von Devs ist der Golem.de-Newsletter für IT-Entscheider. (Bild: Sigmund/Unsplash)

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Inhalt:
  1. Diversity in IT-Teams: "Bei Frauen greift immer noch ein automatisches Bias"
  2. Interview mit Rowena Patrao von Scout24
  3. Was ihr jetzt noch lesen solltet

Aber diesmal vor allem: liebe Leser, zumindest wenn es nach den letzten Zahlen zur Diversität der Angestellten in der deutschen IT-Branche geht. Die Vizepräsidentin des Bitkom nannte diese einen "Weckruf".

Eigentlich komisch, wenn es einerseits an Fachkräften mangelt, andererseits aber nur ein Teil der Bevölkerung für dringend benötigte Jobs und entsprechende Studiengänge gewonnen wird. Die vertane Chance liegt auf der Hand. Zumal es ja oft erstmal nur um mehr weibliche Fachkräfte für IT-Unternehmen geht - was lediglich einer von vielen Aspekten von Diversität ist.

Es ist nicht so, dass sich Unternehmen nicht bemühen. Der Spieleentwickler Activision Blizzard etwa versuchte, die Diversität seiner Actionfiguren mithilfe eines Tools zu messen. Die folgenden Diskussionen zeigten aber, dass das Thema doch etwas komplexer ist. Menschen lassen sich nicht einfach mit einer Skala von 1 bis 10 für die Diversität ihrer sexuellen Orientierung oder ethnischen Herkunft reduzieren.

Dass Diversität wichtig ist und homogene Teams sogar schlechtere Produkte hervorbringen können, dafür gibt es genug Beispiele, etwa in der KI-Forschung: Der vermeintlich neutrale Code neigt zu diskriminierenden Vorurteilen, weil Faktoren wie Geschlecht, Herkunft, Behinderungen und so weiter von den Erbauern schlicht nicht mitgedacht werden.

Deshalb geht's bei Diversität um mehr als Regenbogenlogos und Frauenquoten: Verschiedene Perspektiven machen Teams kreativer, effektiver und schlichtweg besser. Und wer von uns sollte etwas anderes als das bestmögliche Team wollen?

­Rowena Patrao begann in den 90er-Jahren als Programmiererin und schloss dann einen Master in Computer Science ab, bevor sie zehn Jahre lang als Ingenieurin bei Microsoft Karriere machte. Nach Zwischenstopps bei Amazon und VMware ist sie nun Chief Technology Officer bei Scout24.

Rund 250 der insgesamt 850 Angestellten des Münchener Immobilien-Marktplatzes arbeiten in ihrem Tech-Team - für sie ist Patrao seit einem Jahr verantwortlich. Ihre Führungspositionen hat sie schon vorher genutzt, um mit Mentorings und Events die Bedingungen für diversere Teams zu schaffen. Wie das bei ihrem neuen Arbeitgeber läuft, erzählt sie uns im Gespräch.

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Interview mit Rowena Patrao von Scout24 
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