Diversifizierung: Broadcom sucht Käufer für Mobilfunk-Chipsparte
Der Chiphersteller Broadcom will eine seiner Geschäftssparten für Mobilfunk-Halbleiterbauteile abstoßen und damit bis zu zehn Milliarden US-Dollar erlösen.
Broadcom will nach Informationen des Wall Street Journals einen Schritt weg von seiner Eigenschaft als Chiphersteller machen und eine Sparte seiner Halbleitertechnik für Smartphones veräußern. Die Zeitung zitiert dazu anonyme Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sein sollen. Die Käufersuche soll Credit Suisse organisieren.
Der betroffene Geschäftsbereich für Hochfrequenzfilter entwickelt und produziert sogenannte FBARs (Film Bulk Acoustic Resonator), die der Signalverbesserung dienen und in Smartphones verbaut werden.
In diesem Bereich bekam Broadcom nach Angaben des Wall Street Journals Konkurrenz durch eine andere Filtertechnik beispielsweise von Qorvo, die kleinere Komponenten verwendet. Dennoch wolle Broadcom für seine Unternehmenssparte bis zu zehn Milliarden US-Dollar erlösen.
Broadcom übernahm in jüngster Zeit zwei Softwarehersteller, etwa die Enterprise-Sparte von Symantec, nachdem der versuchte Kauf des gesamten Unternehmens gescheitert war. 2018 hatte Broadcom überraschend das Softwareunternehmen CA Technologies gekauft. Broadcom zahlte 20 Prozent Aufpreis auf den Börsenkurs von CA, was 18,9 Milliarden US-Dollar entsprach.
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