Dehnbare Displays sind möglich

Dem südkoreanischen Unternehmen Samsung ist die Entwicklung eines dehnbaren Displays gelungen, das wir uns aus Zeitgründen leider nicht anschauen konnten. Die Technik dürfte Designer noch mehr freuen, da hierdurch die Verbindung mit anderen dehnbaren Materialien möglich wäre.

An Flexibilität arbeiten auch die Abnehmer schon lange, wie etwa auf der letztjährigen Lenovo Tech World zu sehen war. Dort wurde noch ein früher Prototyp eines Geräts gezeigt, das sich um den Arm legen lässt. Auch Samsung hat derartige Pläne. Solche Konzepte können nicht mehr weit von der Produktreife sein.

  • BOE zeigt nicht nur QLED-Displays ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... in verschiedenen Größen, ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sondern auch verbiegbare OLED-Panel. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Japan Display zeigte kleine Displays ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und ein Outdoor-Display. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Kamera ist aufgrund des beschränkten Dynamikumfangs leider nicht in der Lage, das richtige Bild aufzunehmen. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Local Dimming ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mit neun vertikalen Zonen. Das funktioniert mit den Demobildern ganz gut. Sofern die Objekte vertikal auf dem Display sind. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • LG möchte am liebsten ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... das ganze Auto mit OLED-Paneln bestücken. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • AUOs Aufklapppanel ... (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... arbeitet auch mit OLED-Technik. (Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Noch recht weit von der Produktreife entfernt: ein EF-Display als E-Paper-Ersatz (Andreas Sebayang/Golem.de)
Local Dimming ... (Andreas Sebayang/Golem.de)

Unterschiedliche Displayformen beherrscht auch Japan Display. Der Hersteller zeigte aber nur starre Konzepte statt ansprechender Ideen. Japan Display arbeitet auch an der Verbesserung alter Technik. Local Dimming, also das Abdunkeln der Hintergrundbeleuchtung für bessere Schwarzwerte, soll verstärkt in Smartphone- und Tablet-Panels zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse sahen recht gut aus, obwohl etwa bei einem Tablet nur neun, zudem vertikal ausgerichtete Zonen zum Einsatz kommen.

Digital Signage profitiert von aktuellen Entwicklungen

Interessanter war ein Outdoor-Display von Japan Display, das paradoxerweise sowohl ein katastrophal schlechtes Bild bot als auch ein phänomenal gutes Bild. Eigentlich inakzeptabel war das Display im Abendbetrieb: Eine am Rand positionierte Hintergrundbeleuchtung beleuchtete kläglich das Videobild des schnell schaltenden Panels. Wenn allerdings die Tageslichtlampen auf das Panel scheinen, ist die Farbdarstellung erstaunlich gut, da das Sonnenlicht effektiv genutzt werden kann.

Das dürfte vor allem bei der Digital-Signage-Industrie Interesse wecken. Bei strahlendem Sonnenschein haben alte Anzeigesysteme wie die klackernden Fallblattanzeiger immer noch enorme Vorteile bei Haltbarkeit und Sichtbarkeit, mit klassischer Displaytechnik braucht es schlicht zu viel Energie, um gegen die Sonne anzustrahlen. Nur die Wartungskosten sind unangenehm hoch. Vielleicht gibt es sogar irgendwann einmal Freilichtkinos mit der neuen Technik. Denn dort wird an der Ablösung der klassischen Projektion gearbeitet.

LG Display zeigte in diesen Richtungen noch wenig, wobei auch der Großflächen-OLED-Display-Hersteller einen Fokus auf Flexibilität legt. Sei es ein Wandfernseher, der tatsächlich nur auf der Wand angebracht wird, oder das Panel als Lautsprechermembran, es gibt viele Einsatzmöglichkeiten. Letzteres verwendet Sony, LG Display demonstrierte es ohne Sony-Logo auf der Displayweek.

Ein Fokus liegt zudem auf transparenter OLED-Technik. Der von der Elektronikmesse CES bekannte durchsichtige OLED-Fernseher wurde abermals gezeigt. Anwendungsbeispiele wären etwa Schaufenster, bei denen Informationen eingeblendet werden, ohne die echten Objekte zu verdecken. LG Display dürfte einige Vorteile haben, denn auch auf der Displayweek war es der einzige Hersteller, der OLED-Displays in vernünftiger Größe demonstrieren konnte. Zwar sind auch einige Konkurrenten in der Lage, OLED-Displays anzubieten, diese kommen aber nicht in den Bereich von Fernsehern.

Displays im Spiegel

LG will die Technik aber auch in Fahrzeuge integrieren. Statt der klassischen Head-up-Displays per Spiegelung oder Helm soll es einfach ein transparentes Statusdisplay geben. Auch im Rückspiegel sollen OLEDs verbaut werden, die etwa eine Uhrzeit oder auch ein Kamerabild einblenden können. Das sieht bereits sehr gut aus.

In Zukunft werden Displays also in sehr viel mehr Anwendungsbereichen eingesetzt - vor allem mit OLED-Technik, die bei kleinen Displays teils sogar günstiger sind als LC-Displays. Starre Vorgaben durch viereckige, unbedingt blickdichte Panels fallen weg, was zu interessanten neuen Produkten führen könnte.

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 Displayweek 2017: Die Display-Welt wird rund und durchsichtig
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