Displayserver: Wayland für Ubuntu 12.10 verfügbar

Der Grafikserver Wayland und der dazugehörige Compositing-Manager Weston in Version 0.95 stehen nun in den Archiven des kommenden Ubuntu 12.10(öffnet im neuen Fenster) bereit. Mit dieser Version wurde das Protokoll des Wayland-Servers eingefroren, außerdem gelten die APIs und ABIs größtenteils als festgelegt und werden noch in Ausnahmefällen geändert.














Die nun in den Paketarchiven erhältliche Version des Grafikservers eignet sich deshalb wohl besonders gut, um den Einsatz zu testen. Da Wayland und Weston allein aber nur von sehr wenigen Anwendungen unterstützt werden, steht ein PPA bereit(öffnet im neuen Fenster) , das ein GTK-Wayland-Backend zur Verfügung stellt. Der Betreuer des PPA, der sich Darxus nennt, bittet die Ubuntu-Community nun(öffnet im neuen Fenster) , seine Pakete möglichst ausführlich zu testen.
Durch eine breite Masse an Testern hofft Darxus, sein Paket in das offizielle Archiv von Ubuntu 12.10 alias Quantal Quetzal integrieren zu können, obwohl der Feature-Freeze(öffnet im neuen Fenster) im Entwicklungszyklus vor wenigen Tagen erreicht wurde. Das heißt, es sollten keine neue Funktionen, Pakete oder APIs hinzugefügt werden, die Entwickler konzentrieren sich auf das Beheben von Fehlern.
Bereits in Ubuntu 12.04 sollte Wayland integriert sein. Mangels funktionierender und stabiler Schnittstellen taten sich die Entwickler dort allerdings noch schwer. Für Ubuntu 12.10 steht nun Wayland in der fast stabilen Version bereit, ohne das alternative GTK-Backend lässt sich damit jedoch weiterhin nur sehr wenig anstellen. Ob das Paket doch noch in den offiziellen Archiven landet, lässt sich im entsprechenden Bug-Report(öffnet im neuen Fenster) verfolgen.
Falls Darxus keinen Erfolg hat, wird das GTK-Backend für Wayland offiziell frühestens in Ubuntu 13.04 integriert. Der Umstieg vom X-Server zu Wayland würde sich dadurch noch weiter verzögern.