Displayserver: Wayland 1.2 stabilisiert Server-API
In der jetzt freigegebenen Version 1.2 von Wayland(öffnet im neuen Fenster) wurde das API des Displayservers stabilisiert. Künftig können Entwickler mit dem API externe Compositor entwickeln, die dann auch auf späteren Versionen von Wayland laufen. Mit Version 1.0 wurde bereits das Protokoll festgelegt. Inzwischen haben sich Entwickler der großen Desktops KDE und Gnome für den Einsatz von Wayland ausgesprochen und bereits teilweise begonnen, ihre Komponenten dafür anzupassen . Mit einer festgelegten Programmierschnittstelle wird das deutlich einfacher.
Zudem wurde in Wayland 1.2 die Unterstützung der Farbverwaltung umgesetzt. Der Code stammt vom Gnome-Team, das bereits den Color Ḿanager entwickelt hat. Dieser funktioniert dann auch bereits mit Wayland 1.2. Von Gnome-Entwicklern stammt auch die Funktion, mit der sich die komplette Bildschirmausgabe skalieren lässt. Das ist besonders auf Bildschirmen mit hoher Auflösung (HiDPI), etwa den Retina-Displays, von Bedeutung. Entsprechender Code wurde gleichzeitig in der 2D-Bibliothek Cairo, im Gnome-Icon-Theme und in Gtk+ angepasst(öffnet im neuen Fenster) .
Bereits in Version 1.1, die im April 2013 freigegeben wurde , haben die Wayland-Entwickler beschlossen, alle vier Monate eine neue Version zu veröffentlichen. Damals wurde bereits das Remote-Desktop-Protokoll umgesetzt, das eine Ausgabe auf mehreren Monitoren ermöglicht. Dazu kamen noch ein Kalibrierungsprogramm und ein weiteres Protokoll, das den Einsatz von Wayland auf Touchscreens erlaubt.
Nachdem es dem Jolla-Entwickler Carsten Munk im Frühjahr 2013 gelang, einen Wayland-Compositor auf Android-Grafiktreibern mit Hilfe von Libhybris zu starten , hat das Jolla-Projekt jetzt angekündigt, Wayland in seinem mobilen Betriebssystem Sailfish OS zu verwenden(öffnet im neuen Fenster) . Die ehemaligen Nokia-Angestellten bei Jolla wollen bis Ende des Jahres ein erstes Smartphone mit dem Meego-Abkömmling Sailfish OS auf den Markt bringen.
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