Abo
  • IT-Karriere:

Displayserver: Wayland 1.1 mit neuen Weston-Backends

Mit der Freigabe des Displayservers Wayland 1.1 samt dem Referenz-Compositor Weston haben die Entwickler auch neue Backends umgesetzt, die unter anderem die Grafikausgabe auf dem Raspberry Pi ermöglichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wayland 1.1 bringt neue Weston-Backends mit.
Wayland 1.1 bringt neue Weston-Backends mit. (Bild: Kristian Høgsberg/Youtube)

Mit verbesserter Dokumentation, einer SDK für neue Plugins und Backends für den Referenz-Compositor Weston hat das Team um Entwickler Kristian Høgsberg Wayland 1.1 freigegeben. Mit einem der neuen Backends lässt sich Wayland samt Weston auf einem Raspberry Pi nutzen.

Stellenmarkt
  1. SV Informatik GmbH, Stuttgart
  2. Evonik Industries AG, Hanau

Mit weiteren Backends lassen sich Wayland und Weston mit einem Framebuffer-Device oder einem Xserver nutzen. Bislang setzte Wayland vornehmlich auf OpenGL ES und GLX. Für die Ausgabe auf ein Framebuffer-Gerät wird die Pixman-Bibliothek verwendet. Damit lassen sich Wayland und Weston auch ohne 3D-Treiber verwenden.

Außerdem haben die Entwickler das Remote Desktop Protocol, RDP, umgesetzt. Allerdings soll es nicht für die Ausgabe an entfernten Rechnern, sondern für die Darstellung auf weiteren angeschlossenen Monitoren dienen. Weitere Protokolle erweitern die Unterstützung auf Touchscreens. Dazu wurde auch ein Kalibrierungsprogramm umgesetzt.

Wer für Wayland und Weston entwickeln will, kann auf eine verbesserte Dokumentation zugreifen. Zusätzlich wurde eine erste SDK implementiert, mit der sich Weston-Plugins entwickeln lassen. Die für das Debugging genutzte Bibliothek Libunwind gibt bessere Crash-Dumps aus.

Künftig sollen neue Versionen des Wayland-Protokolls alle vier Monate erscheinen. Zwischendurch sollen kleinere fehlerbereinigte Versionen veröffentlicht werden. Der Quellcode von Wayland 1.1 ist auf den Servern des Freedesktop-Projekts erhältlich.

Wayland im Einsatz

Kürzlich ist es Jolla-Entwickler Carsten Munk gelungen, einen Wayland-Compositor auf Android-Grafiktreibern zu starten. Munk präsentiert dafür einen QML-Compositor für Wayland, der auf einer Qualcomm-GPU mit den Android-Treibern läuft. Die Grundlage dafür bildet die ebenfalls von Munk geschriebene Bibliothek Libhybris, mit der sich unter anderem Android-Treiber in einem Glibc-basierten System benutzen lassen, also mit den meisten Linux-Distributionen.

In wenigen Tagen will das Maui-Projekt seine Linux-Distribution mit der aktualisierten Version von Wayland veröffentlichen. Dort läuft auf dem Displaymanager der eigens entwickelte, Qt-basierte Desktop Hawaii mit dem auf QML basierenden Compositor Green Island.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Tropico 6 El Prez Edition für 26,99€, Total War Warhammer Dark Gods Edition für 11,49€)
  2. 25,99€
  3. (u. a. Two Point Hospital für 14,99€, Bayonetta für 4,40€, Warhammer 40.000: Dawn of War III...
  4. (aktuell u. a. Apacer 480-GB-SSD für 47,99€, Corsair T1 Race Gaming-Stuhl für 229,90€, MSI...

Folgen Sie uns
       


Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht

Wir probieren 5G in Berlin-Adlershof aus.

Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht Video aufrufen
Sonos Move im Test: Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos
Sonos Move im Test
Der vielseitigste Lautsprecher von Sonos

Der Move von Sonos überzeugt durch Bluetooth und ist dank Akku und stabilem Gehäuse vorzüglich für den Außeneinsatz geeignet. Bei den Funktionen ist der Lautsprecher leider nicht so smart wie er sein könnte.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Multiroom-Lautsprecher Sonos-App spielt keine lokalen Inhalte mehr vom iPhone ab
  2. Smarter Lautsprecher Erster Sonos-Lautsprecher mit Akku und Bluetooth
  3. Soundbars Audiohersteller Teufel investiert in eigene Ladenkette

Innovationen auf der IAA: Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach
Innovationen auf der IAA
Vom Abbiegeassistenten bis zum Solarglasdach

IAA 2019 Auf der IAA in Frankfurt sieht man nicht nur neue Autos, sondern auch etliche innovative Anwendungen und Bauteile. Zulieferer und Forscher präsentieren in Frankfurt ihre Ideen. Eine kleine Auswahl.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. E-Auto Byton zeigt die Produktionsversion des M-Byte

IAA 2019: PS-Wahn statt Visionen
IAA 2019
PS-Wahn statt Visionen

IAA 2019 Alle Autobosse bekennen sich auf der IAA zur Nachhaltigkeit, doch auf den Ständen findet man weiterhin viele große, spritfressende Modelle. Dabei stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist das Konzept der Automesse noch zeitgemäß?
Eine Analyse von Dirk Kunde


      •  /