Displays und Fernseher: Samsungs neue OLED-Technik hat noch ein Problem

QD-OLED ist insgesamt heller als LGs Konkurrenz. Auch Burn-in ist weniger schnell sichtbar. Allerdings zeigt es teils nervige Farbränder an.

Artikel veröffentlicht am ,
Pentile-Matrizen ordnen Pixel teilweise diagonal zur Bildlaufrichtung an. Dadurch entstehen Farbränder.
Pentile-Matrizen ordnen Pixel teilweise diagonal zur Bildlaufrichtung an. Dadurch entstehen Farbränder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Zur CES 2021 stellte Samsung auch neue Geräte vor, die nicht mit LCD-Panels, sondern mit der neuen Quantum-Dot-OLED-Technik, kurz QD-OLED, ausgestattet werden. Erste Tests von Youtube-Kanälen wie Linus Tech Tips bescherten der Technik sichtbare Vorteile gegenüber LGs W-OLED - einer der aktuell am meisten verbreiteten OLED-Techniken.

Stellenmarkt
  1. Frontend Developer (m/w/d) UI/UX
    consistec Engineering & Consulting GmbH, Saarbrücken
  2. Softwareentwickler (w/m/d) Java
    SSI SCHÄFER IT Solutions GmbH, Giebelstadt, Bremen
Detailsuche

Dells QD-OLED-Monitor Alienware AW3423DW zeigt aber auch einen großen Nachteil auf, wie Tests von Magazinen wie c't zeigen: An Kanten und kontrastreichen Übergängen kommt es zu violetten und grünen Farbrändern. Laut dem Heise-Youtube-Kanal c't 3003 merken etwa die Hälfte der Menschen diesen Effekt. Linus Tech Tips war unter anderem nicht darunter, weshalb das zunächst nicht auffiel.

Der Grund dafür ist in der Hardware begründet. Samsung ordnet einzelne Subpixel bei QD-OLED-Panels in Pentile-Matrizen an. Dabei teilen sich zwei Pixel jeweils zwei grüne, ein rotes und ein blaues Subpixel. Durch die diagonale Rautenform scheinen beispielsweise an oberen und unteren Schriften blaue und grüne Subpixel durch, was den farbigen Rand erklärt.

Mit Software lässt sich dieses Problem nicht beheben, da der Fehler baubedingt auftritt. Viele Interessenten können den Alienware AW3423DW also gar nicht benutzen, während andere Menschen davon nicht gestört werden. Samsung kann nur nachbessern, indem die Fertigung des Panels umgestellt und auf ein klassisches, der LCD-Technik entsprechendes Rastermuster gewechselt wird.

Burn-In auch bei QD-OLED

Golem Akademie
  1. Java EE 8 Komplettkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    20.-24.06.2022, virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    04.-07.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Zudem besteht das Burn-In-Problem auch bei QD-OLED. Allerdings wird dieses weit weniger schnell sichtbar. Der Grund: Da Samsung für die Pixelerzeugung ausschließlich blau leuchtende OLEDs und eine Quantum-Dot-Schicht für die Brechung in andere Grundfarben verwendet, verringert sich durch Abnutzung nur diese blaue Farbe.

Ein QD-OLED-Panel kann die Helligkeit von Subpixeln durch mehr Energiezufuhr aber einfach korrigieren, sodass Artefakte für das menschliche Auge nicht unbedingt ersichtlich sind. Bei W-OLED-Displays, die weißes Licht aus drei OLED-Typen (rot, blau, grün) erzeugen, kann zwar die Helligkeit, nicht aber der Farbstich ausgeglichen werden, da blaue OLEDs sich schneller abnutzen. Entsprechend sind dort Abdrücke von Standbildern schneller sichtbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dwalinn 07. Apr 2022 / Themenstart

Das erste Gerät ist aber nunmal ein Monitor und dient damit nicht nur den abspielen von...

Dwalinn 07. Apr 2022 / Themenstart

Naja beim TV ist das wahrscheinlich wirklich egal aber bei Monitoren schon etwas das...

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Strange New Worlds Folge 1 bis 3
Star Trek - The Latest Generation

Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
Artikel
  1. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

  2. Flowcamper: Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt
    Flowcamper
    Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt

    Das elektrische Wohnmobil Frieda Volt basiert auf einem umgebauten Volkswagen T5 oder T6 und ist mit einem 72-kWh-Akku ausgerüstet.

  3. Cariad: Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch
    Cariad
    Aufsichtsrat greift bei VWs Softwareentwicklung durch

    Die Sorge um die Volkswagen-Softwarefirma Cariad hat den Aufsichtsrat veranlasst, ein überarbeitetes Konzept für die ehrgeizigen Pläne vorzulegen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 614€ • Crucial P5 Plus 2 TB 229,99€ • Preis-Tipp: Kingston NV1 2 TB 129,90€ • AVM FRITZ!Repeater 1200 AX 69€ • MindStar (u. a. Palit RTX 3050 339€) • MMOGA (u. a. Total War Warhammer 3 29,49€) [Werbung]
    •  /