Displays: Neue OLED-Zusammensetzung könnte Effizienz erhöhen

Reflexionsfilter auf OLED-Displays sorgen für ein spiegelfreies Bild, schlucken aber auch viel Licht. Eine neue chemische Zusammensetzung der OLEDs soll die Blockade umgehen - und könnte so für wesentlich energieeffizientere Bildschirme sorgen.

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OLED-Bildschirme kommen beispielsweise in Smartphones zum Einsatz, wie etwa beim Oneplus 7 Pro
OLED-Bildschirme kommen beispielsweise in Smartphones zum Einsatz, wie etwa beim Oneplus 7 Pro (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Forscher am Imperial College in London haben eine Möglichkeit gefunden, OLED-Displays energieeffizienter zu machen. Dafür haben die Wissenschaftler die chemische Zusammensetzung der OLEDs verändert, um mehr Licht am Reflexionsfilter durchzuschleusen, berichtet Phys.org.

Um Bildschirme besser bei hellem Umgebungslicht ablesbar zu machen, haben OLED-Bildschirme meist eine Anti-Reflexionsschicht. Diese schluckt bei bisherigen OLEDs allerdings die Hälfte des generierten Lichtes. Um dennoch eine ausreichende Helligkeit zu produzieren, müssen OLEDs so viel Licht generieren, dass nach dem Passieren der Schutzschicht noch genügend übrig ist. Entsprechend hoch ist der Energieaufwand.

Das Team um Dr. Jess Wade hat einen neuen Typ OLED entwickelt, der den Filter umgehen soll. Dessen in der Zeitschrift ACS Nano publiziertes Paper beschreibt OLEDs, deren chemische Zusammensetzung verändert wurde. Dadurch wird ein spezieller Typ von polarisiertem Licht emittiert, das den Reflexionsfilter passieren kann.

Lichtverlust soll beseitigt werden

Entsprechend soll es keinen Lichtverlust geben, die Stärke der Lichtabgabe kann also reduziert werden - Phys.org spricht davon, dass doppelt so viel Licht durchkommt. Entsprechend benötigt das OLED-Display weniger Energie, was bei einem Smartphone beispielsweise die Akkulaufzeit verlängern kann. Gleichzeitig sollen die Displays einen besseren Kontrast und eine längere Lebensdauer haben.

Die Technik soll sich den Forschern zufolge auch für andere Einsatzzwecke eignen. Das polarisierte Licht kann demnach auch beim Speichern, Übertragen und Verschlüsseln von Daten genutzt werden.

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