Apple: Foxconn kauft großen Anteil an Sharp

Foxconn wird größter Einzelaktionär von Sharp. Das angeschlagene japanische Unternehmen wird in der Displayfertigung mit dem Auftragshersteller zusammenarbeiten. Das könnte mit dem neuen iPad Apples zusammenhängen.

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iPad 3 mit Retina-Display und LTE
iPad 3 mit Retina-Display und LTE (Bild: Apple)

Foxconn hat einen Anteil von zehn Prozent an dem japanischen Elektronikhersteller Sharp übernommen. Das gab Sharp am 27. März 2012 bekannt. Der taiwanische Auftragshersteller Foxconn gibt 66,5 Milliarden Yen (601 Millionen Euro) für einen Anteil an der Displayproduktion Sharps aus. Nach Abschluss der Transaktion wird der Foxconn-Mutterkonzern Hon Hai Group statt Nippon Life Insurance größter Einzelaktionär von Sharp sein.

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Foxconn ist Apples wichtigster Auftragshersteller. Laut einem unbestätigten Bericht stammt das Display des iPad 3 wegen Qualitätsproblemen nicht von Sharp oder LG Display. Apple habe sich für den südkoreanischen Konzern Samsung Electronics als Hauptlieferanten für das 9,7-Zoll-Display entschieden. Die Branchenzeitung Digitimes hatte am 17. Januar 2012 berichtet, dass Apple Sharp und LG Display als Lieferanten für das Display im nächsten iPad ausgewählt hätte. Apple führt in mehreren Ländern eine juristische Auseinandersetzung mit Samsung um Patente und Urheberrechtsverletzungen bei Smartphones und Tablets. Daher versucht Apple, sich beim iPad 3 nicht komplett von Samsung abhängig zu machen.

Foxconn bekommt mit der Übernahme die Kontrolle über die Hälfte einer Displayfabrik in Sakai im Westen Japans. Foxconn und Sharp sprechen seit Juni 2011 über ein Gemeinschaftsunternehmen für die LCD-Fertigung.

Sharp wird in Kürze mit 290 Milliarden Yen (2,6 Milliarden Euro) den größten Jahresverlust in der Unternehmensgeschichte ausweisen. Sharp-Chef Mikio Katayama wurde durch den Leiter des globalen Geschäfts Takashi Okuda ersetzt.

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Foxconn kommt durch die Investition in Besitz moderner Displayfertigungstechnologie, was auch mit Apples Plänen für einen Fernseher zusammenhängen könnte. Foxconns eigene LCD-Sparte Chimei Innolux schreibt Verluste.

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