Displayport 2.0: Vesa will Datenrate auf Displayport-Kabeln

Die Vesa beginnt mit der Zertifizierung von Geräten und Kabeln mit Displayport 2.0 für Übertragungsraten bis 80 GBit/s

Artikel veröffentlicht am ,
Kabel für Displayport 2.0 sollen die unterstützte Übertragungsrate direkt anzeigen.
Kabel für Displayport 2.0 sollen die unterstützte Übertragungsrate direkt anzeigen. (Bild: Vesa)

Das unter anderem für den Displayport-Standard zuständige Vesa-Konsortium beginnt sein Zertifizierungsprogramm für "Videoquellen, Displays und Kabel", die Displayport UHBR (Ultra-high Bit Rate) unterstützen, wie die Organisation mitteilt. Konkret handelt es sich dabei um die in Displayport 2.0 festgelegten Bandbreiten von bis zu 80 GBit/s anstelle der bisherigen 32,4 GBit/s in Displayport 1.4.

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Technisch erreicht die Vesa das durch die Nutzung von Intels ehemals proprietärem Thunderbolt 3, genauer dessen Physical Interface - kurz Phy. Anders als bei Displayport 1.4 kommt eine 128b/130b- statt einer 8b/10b-Codierung zum Einsatz, was den Overhead zugunsten von effektiv mehr Durchsatz verringert. Am Ende steht es daher 77,37 GBit/s zu 25,92 GBit/s.

Teil des Standards sind dabei folgende Übertragungsmodi: UHBR10, was 10 GBit/s pro Lane entspricht und damit bei vier verfügbaren Lanes 40 GBit/s theoretischer Bandbreite, sowie noch UHBR 13.5 (54 GBit/s) und UHBR 20 (80 GBit/s). Dementsprechend müssen Kabel und Hardware mit dem neuen DP40-Logo also UHBR10 mit vier Lanes unterstützen, jene mit DP80-Logo die anderen beiden Modi.

Der Standard Displayport 2.0 eignet sich für 8K-UHD mit 7.680 x 4.320 Pixeln bei 60 Hz mit voller 4:4:4-Abtastung sowie 10 Bit pro Farbkanal für HDR10. Ohne High Dynamic Range ist 10K bei 60 Hz umsetzbar oder 4K bei 144Hz (UHBR10) oder gar 240 Hz (UHBR20). Wird hingegen die DSC (Display Stream Compression) eingesetzt, klappt sogar 16K bei 60 Hz im SDR-Betrieb (8 Bit pro Kanal). Displayport 2.0 steht außerdem als sogenannter Alternate Mode für USB 4 bereit.

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Bisher gibt es quasi keine Grafikhardware, die Displayport 2.0 unterstützt. Ebenso sind keine Monitore verfügbar, die mit dem neuen Videoübertragungsstandard genutzt werden können. Das könnte auch mit der Covid-19-Pandemie in Zusammenhang stehen. Intel Arc alias DG2 wird dies aber unterstützen, ebenso wie wohl die kommenden AMD RX 7000 und Nvidia RTX 4000. Entsprechende Treiber sind seit langem in Arbeit. AMD bewirbt darüber hinaus den DCN (Display Controller Next) von Rembrandt mit DP 2.0 ready, was jedoch nur für UHBR10, also DP40 gilt, weil hierfür der Alternate Mode von USB-C genutzt wird.

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ZweiterUser 09. Mär 2022

Können dich mal einige andere Standards eine Scheibe von abschneiden (USB, HDMI, altes...

RicoBrassers 02. Mär 2022

Vielen Dank an das Vesa-Konsortium, dass sie den Murks bei der Benennung von Standards...

senf.dazu 01. Mär 2022

ob die dieses Jahr noch vorgestellte Apple Hardware das endlich offiziell kann. Ansonsten...



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