Displayport 1.4 für 8K-HDR-Displays: Vesa setzt sich dank Kompression von HDMI ab

Die Vesa hat Displayport 1.4 freigegeben. Der reguläre Displayport-Standard setzt erstmals auf Kompression und erreicht mit alten Kabeln 8K-Auflösungen. Aktuell bleibt es dennoch bei Version 1.2. Wir hatten die Gelegenheit, uns für ein Video den USB-C Alternate Mode via Displayport und Thunderbolt anzusehen.

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Displayport bietet dank Kompression nun genug Bandbreite für 8K-Displays und High Dynamic Range.
Displayport bietet dank Kompression nun genug Bandbreite für 8K-Displays und High Dynamic Range. (Bild: Vesa)

Displayport 1.3 hat sich noch nicht einmal durchgesetzt, da kündigt die standardgebende Vesa bereits die Version 1.4 des Monitorstandards an. Größte Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist die umfassende Unterstützung von 8K-Displays. Interessant ist dabei vor allem das, was im Hintergrund passiert. Denn die sehr hohen Anforderungen an 8Kp60 HDR (7.680 x 4.320 Pixel bei 60 Hz) werden nicht durch eine Erhöhung der Bandbreite auf dem Kabel erreicht. Hier bleibt es bei den 32,4 GBit/s (8,1 GBit/s pro Link, 8b/10b Overhead), die Displayport 1.3 definierte.

Inhalt:
  1. Displayport 1.4 für 8K-HDR-Displays: Vesa setzt sich dank Kompression von HDMI ab
  2. Erstmal bleibt es bei Displayport-Workarounds

Vielmehr setzt die Vesa nun auf eine verbesserte Display Stream Compression (DSC) 1.2, um 8Kp60 HDR oder 4Kp120 HDR (3.840 x 2.160 Pixel bei 120 Hz) zu ermöglichen. Unkomprimiert bleibt es bei 5.120 x 2.880 Pixeln bei 60 Hz. DSC kommt erstmals im regulären Displayport-Standard zum Einsatz. Der Embedded-Displayport-Standard nutzt sie schon länger, ist aber für Endkunden nicht relevant. DSC 1.2 arbeitet ohne sichtbare Verluste, versichert die Vesa, und komprimiert Bilddaten im Verhältnis 3:1.

Für die Datenkompression braucht es eine neue Fehlerkorrektur

An den Kabeln ändert sich nichts. Wer Displayport 1.4 einsetzen will, kann seine bestehende Verkabelung weiter verwenden. Deswegen bietet DP 1.4 nun eine Forward Error Correction (FEC). Diese FEC soll sicherstellen, dass beim Transport der DSC-Daten nichts falsch ankommt. Während bei unkomprimiertem Bildstream im Zweifel nur ein Pixel falsch angezeigt wird, bedeutet ein Bit-Fehler bei DSC-Daten, dass gleich ein Bereich des Displays ausfällt. DSC kommt aber nicht ohne Nachteile. Die Eingangslatenz wird um wenige Mikrosekunden erhöht. Im Vergleich zu den Latenzen, die moderne Fernseher und Monitore ohnehin haben, soll das aber nicht auffallen. Hintergründe dazu finden sich in unserem Artikel Displayport über USB-C: Huckepackangriff auf HDMI.

Wer sich über das HDR in den offiziellen Auflösungsangaben gewundert hat: Displayport 1.4 unterstützt nun auch Metadaten für High Dynamic Range. Hier haben die Entwickler der Spezifikation auch HDMI 2.0a im Sinn gehabt und unterstützen den für HDR relevanten CTA-861.3-Standard. Auch für zukünftige Standards soll Displayport 1.4 flexibel genug sein. Verbessert wurden zudem die Audiofähigkeiten. Nun sind 32 Audiokanäle bei einer Sample Rate von 1.536 kHz möglich. Genug für alle bekannten Audioformate, so die Vesa. Dazu gehören auch die vergleichsweise neuen Raumklangformate Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D, die alle auch Klang von oben ermöglichen.

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Erstmal bleibt es bei Displayport-Workarounds 
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