Erstmal bleibt es bei Displayport-Workarounds

Die Vorarbeiten für Displayport 1.4 wurden schon vor über einem Jahr abgeschlossen und zeigten sich mit der Veröffentlichung von Embedded Displayport 1.4. Die eDP-Standards sind grundsätzlich schneller, weil die Entwickler weniger Rücksicht auf die Kabellänge nehmen müssen. Beim normalen DP-Standard sind hingegen ein paar Meter mehr zu überbrücken, wie uns die Vesa in Barcelona sagte. Das ist auch der Grund, warum die Vesa sich nicht von Displayport-Kabeln verabschieden wird.

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USB-C ist zwar im Alternate Mode ein Displaykabel, doch es ist zu kurz. Die maximale Länge liegt weiter bei einem Meter. Damit lässt sich ein Notebook noch an einen Monitor anschließen. Doch von einem Desktop auf dem Boden zum Tisch, wo der Monitor steht, reicht das Kabel nicht. Displayport-Kabel haben durch ihre einziehbaren Widerhaken zudem Stabilitätsvorteile.

Bis sich Displayport 1.4 durchsetzt, wird noch einige Zeit vergehen. Es ist Sache der Grafikkarten- und CPU-Designer, den Standard voranzutreiben. Bis dahin bleibt es bei Displayport 1.2 und dessen Möglichkeit, in der Theorie 63 Monitore anzusteuern. Dass das mittlerweile und zuverlässig auch per USB-C funktioniert, zeigte uns die Vesa anhand einer Demo in Barcelona.

An einem mit Intel-Prozessor betriebenen Notebook schloss die Vesa einen USB-C-MST-Displayport-Hub an und demonstrierte den Betrieb eines 4K-Displays sowie zweier 2K-Displays. Diese drei Displays funktionierten dank Daisychain an diesem Hub, der eigentlich nur zwei Displayverbindungen bietet. Dabei waren die 2K-Displays in Reihe geschaltet. Das Intel-basierte Gerät kann allerdings maximal drei Displays ansteuern. Ein kurzes Ein- oder Ausstecken funktionierte ohne Probleme. Beim Drehen des USB-C-Kabels zeigte sich allerdings, dass die Aushandlung doch recht lange dauert, was wir im Video demonstrieren. Das Notebook muss die richtige Verkabelung erkennen, dann den Alternate Mode aufschalten für Displayport, dann die Monitore erkennen und die Aushandlungen der Displaystreams vornehmen.

Die Doppelkabel-Lösung bleibt erst einmal

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Für 5K-Displays bleibt es weiterhin bei einem Workaround, der prinzipiell auch über USB-C funktioniert, aber nur, wenn über USB-C der Alternate Mode auf Thunderbolt geschaltet wird. Dann virtualisiert das Ausgabegerät sozusagen zwei Displayport-Kabel über PCIe durch die Thunderbolt-Verbindung, um die notwendige Bandbreite durchzuleiten. Der Monitor fügt diese beiden Verbindungen vom Thunderbolt-Adapter mit zwei Displayport-Ausgängen intern zu einem Bild zusammen. Ob das funktioniert, ist allerdings stark abhängig von der Qualität des Treibers. Denn auch der Rechner muss so tun, als wären zwei separate Displays, aus denen ein 5K-Panel im Prinzip besteht, ein einziges Display.

Wenn solche Workarounds mit den neuen Vesa-Standards in der Praxis abgelöst werden, setzt sich Displayport technisch deutlich von HDMI als Heimkinostandard ab. Ohnehin wird HDMI im PC-Bereich in vielen Situationen von Displayport heraus gewandelt. Die Wandlung ist dabei nur ein geringer Kostenfaktor, wie uns die Vesa in Barcelona sagte. USB-C-Adapter mit HDMI-Ausgang machen das beispielsweise so.

Trotzdem wollen Fernseherhersteller nicht auf Displayport setzen. Selbst Panasonic hat sich hier wieder zurückgezogen. HDMI hat den Vorteil, der De-facto-Standard in A/V-Receivern und Zuspielern zu sein. Zudem sind Funktionen wie Audio Return Channel mittlerweile weit verbreitet. Da Displayport ebenfalls schon lange Audio über die Kabel leiten kann, hilft das sogar dabei, HDMI flexibel einzusetzen.

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 Displayport 1.4 für 8K-HDR-Displays: Vesa setzt sich dank Kompression von HDMI ab
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