DisplayHDR 1.0: Vesa definiert HDR-Standard für Displays

Mit einem neuen Standard will die Vesa mehr Klarheit in die Funktionen von HDR-Displays bringen. Für insgesamt drei Abstufungen müssen verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Mit den Standards HDR10, Dolby Vision, HLG oder Ultra HD Premium hat das aber wenig zu tun. Es geht vor allem um die Panels.

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DisplayHDR soll Displays besser klassifizieren.
DisplayHDR soll Displays besser klassifizieren. (Bild: Vesa)

Die Vesa hat DisplayHDR 1.0 mit drei sogenannten Performance Tiers vorgestellt. Hierbei geht es aber nicht um die Übertragungsstandards wie etwa HDR10, HDR+, Dolby Vision oder gar HLG, sondern tatsächlich nur um die eigentlichen Fähigkeiten der Panel. Heutzutage ist es so, dass der Anwender mit der Information, dass etwa HLG verstanden wird, nichts anfangen kann, da die Eckwerte darüber nicht definiert werden.

Inhalt:
  1. DisplayHDR 1.0: Vesa definiert HDR-Standard für Displays
  2. DisplayHDR 1000 als High-End-HDR-Liga

In Grenzen vergleichbar ist es mit dem Ultra-HD-Premium-Logo. Doch das ist zum einen für Fernseher-Hersteller relevant und zum anderen vermeiden einige Marktteilnehmer das Logo zugunsten von 4K- und HDR-Logos. Zudem sind die Kriterien nicht kundenfreundlich, da diese sich je nach Panel-Technik unterscheiden.

DisplayHDR hingegen hat über seine drei Tiers feste Voraussetzungen. DisplayHDR 400 beispielsweise verlangt eine maximale Leuchtdichte von 400 Candela pro Quadratmeter (10 Prozent des Bildschirms für 30 Minuten). Displays, die diesen Standard erreichen, müssen das zumindest kurzzeitig auch auf dem gesamten Bildschirm darstellen können. Dabei geht es etwa um Explosionen oder eventuell andere Licheffekte. Im Dauerbetrieb reichen 320 cd/qm.

Definiert werden auch die Schwarzwerte. In den Ecken darf das Schwarz maximal eine Helligkeit von 0,4 cd/qm erreichen. Laut Vesa geht das bei LCD-Paneln, dazu gehören auch die als QLED vermarkteten Samsung-Displays, nicht ohne Local Dimming. Das sogenannte Tunnel Maximum Limit muss sogar auf 0,1 cd/qm gesetzt werden. Dies wiederum benötigt ein Global Dimming. Die Voraussetzungen sind nicht besonders hoch, aber durchaus anspruchsvoll. Das von uns getestete LG 32UD99-W würde kein Logo bekommen.

DisplayHDR 600 braucht anspruchsvolle Hardware

Für Displays der nächsten Stufe sind die Ansprüche noch höher. Wie der Name es schon andeutet, müssen 600 cd/qm sowohl als Flash als auch örtlich begrenzt erreichbar sein. Für längere Vollbild-Darstellungen reichen 350 cd/qm. Das dürfte der typischen Film- und Spielepraxis recht nahe kommen. Als Schwarzwert sind 0,1 cd/qm grundsätzlich gefordert, was für die Lichtverteilung der LEDs in LC-Displays eine gute Konstruktion erfordert, insbesondere bei Edge-Systemen. OLED-Panel sind hier im Vorteil.

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DisplayHDR 1000 als High-End-HDR-Liga 
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