DisplayHDR 1000 als High-End-HDR-Liga

Den höchsten Anspruch hat die 1000er Stufe mit satten 1.000 cd/qm als Anforderung. In längerfristigen Vollbild-Szenen müssen immer noch 600 cd/qm erreicht werden. Im Unterschied zu dem Ultra-HD-Premium-Logo gibt es hier also keine Aufweichung des Standards für LGs Panel-Technik. 1000 cd/qm für OLED ist noch eine schwer zu meisternde Aufgabe. Das heißt aber nicht, dass es für LC-Displays einfacher wird. Die Schwarzwerte in der Ecke werden auf 0,05 cd/qm Helligkeit reduziert. Nur der Tunnel-Wert bleibt bei 0,1 cd/qm.

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Wichtig ist zudem eine gute Reaktionszeit der Hintergrundbeleuchtung, sofern es eine gibt. Das ist bei LC-Displays und QD-LCD alias Samsung QLED der Fall. OLED und echte, bisher nur in der Forschung existierende QLED-Panel haben keine Hintergrundbeleuchtung. Laut Vesa-Vorgaben muss der Wechsel zwischen Schwarz und Weiß binnen 8 Frames gelingen. Hierbei sei angemerkt, dass auch das Auge eine gewisse Zeit braucht, um sich beispielsweise an 1.000 cd/qm zu gewöhnen. Die Vesa geht davon aus, dass die 8 Frames praxisnah sind und von den Herstellern in der Regel unterboten werden.

Farbräume müssen nicht immer DCI P3 entsprechen

Erhöhte Anforderung gibt es auch für die Ansteuerung. Während heutige Panel laut Vesa typischerweise einen 6-Bit-Treiber verwenden und per Dithering-Algorhithmus (mitunter per Frame Rate Control erreicht) 8 Bit erreichen, steigt die Anforderung auf 8 respektive 10 Bit per Dithering für alle DisplayHDR-Tiers. Es braucht also kein vollständig natives 10-Bit-Panel, das auch heute noch selten ist. Es genügen 8 Bit mit 2-Bit-Dithering als Minumum. Eine echte 8-Bit-Darstellung ist jedoch immer zwingend vorgeschrieben. Eine 10-Bit-Zertifizierung fehlt dem Standard also. Es bleibt also dem Käufer überlassen, dies zu recherchieren.

Bei den darstellbaren Farbräumen für DisplayHDR 400 müssen nur 95 Prozent von BT.709 nach ITU-R erreicht werden. Für die beiden High-End-Tiers sind dagegen 99 Prozent zu erzielen. Zudem muss DCI P3 mit dem Weißpunkt D65 zu 90 Prozent erreicht werden.

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Insgesamt wirken die Szenarios für den Test stimmig und praxisnah und dürften eine Informationsbereicherung für versierte Anwender sein. Das unterscheidet ihn stark von der Ultra-HD-Premium-Logo, das recht offensichtlich für LG angepasst wurde. Zudem soll der Standard der Vesa für kommende Display-Techniken erweitert werden.

Das Test-Werkzeug für Hersteller soll allgemein im Laufe des ersten Quartals 2018 verfügbar sein. Die Vesa wird auf der kommenden CES im Januar in Las Vegas aber schon erste Produkte zeigen können, die DisplayHDR erfüllen.

Weitere Informationen finden sich in dem 50 Seiten starken CTS-Dokument, das Details zu den Testverfahren nennt.

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 DisplayHDR 1.0: Vesa definiert HDR-Standard für Displays
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