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Display-Technik: Microsoft entwickelt "schattige" Bildschirme

Die Forscher von Microsoft arbeiten an einem Display, das gezielt bestimmte Bereiche abdunkeln kann. Mit Fingershadow soll vor allem bei Smartphones und Tablets Strom gespart werden.
/ Marc Sauter und Thorsten Schröder
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Je nach Nutzer ist das Einsparpotenzial besonders hoch. (Bild: Microsoft Research)
Je nach Nutzer ist das Einsparpotenzial besonders hoch. Bild: Microsoft Research

Forscher von Microsoft Research Asia haben ein System entwickelt, mit dem sich bei OLED-Bildschirmen künftig Strom sparen ließe. Die Wissenschaftler experimentieren mit einer Technik, die Displays von tragbaren Geräten wie Smartphones und Tablets durch gezieltes Abdunkeln energieeffizienter machen soll.

Derzeit haben Displays bei Smartphones mit den höchsten Energiebedarf, wenngleich solche mit OLED-Technik zumindest bei mäßig vielen bis vielen dunklen oder schwarzen Pixeln sparsamer arbeiten, da jedes von ohne anders als bei einem LCD selbst leuchtet.

Fingershadow(öffnet im neuen Fenster) soll es möglich machen, die Fingerbewegungen des Nutzers zu erfassen und bestimmte Bereiche des Displays abzudunkeln, wenn sie von den Fingern verdeckt werden. Abhängig vom errechneten wahrscheinlichen Betrachtungswinkel könnte die Technik daraufhin die Helligkeit herabsetzen.

Auf Basis dieser Daten dimmten die Forscher das OLED-Display: einmal nur exakt dort, wo der Daumen das Panel verdeckte, und zusätzlich auch drumherum in einem engen wie einem sehr weiten Radius. So konnte Microsoft Research die Leistungsaufnahme des Displays um bis zu 9, um bis zu 14 und um bis zu 26 Prozent reduzieren.

Zwar kostet die Erkennung des Daumen Rechenzeit, die hierfür benötige Leistungsaufnahme ist laut den Forschern aber geringer als die Energieeinsparung durch das lokale Dimmen des OLED-Displays unterhalb des Daumens.

Bis zu 22 Prozent weniger Leistungsaufnahme

Durch die gezielte Herabsetzung der Helligkeit an bestimmten Punkten ließe sich der Energieverbrauch so um rund 5 bis über 22 Prozent reduzieren. Konkrete Pläne für eine Umsetzung gibt es nicht. Noch sind die Forscher von Microsoft nach eigenen Angaben dabei, mögliche Hürden für die Umsetzung und den Einsatz der Systeme zu prüfen.

Nachtrag vom 8. Oktober 2014, 9:03 Uhr

Wir haben den Artikel um einige Details und die Galerie ergänzt.


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