• IT-Karriere:
  • Services:

Display-Server: Wayland soll Standard in Fedora 21 werden

Nach dem Willen einiger Entwickler soll Fedora 21 standardmäßig Wayland anstelle des X-Servers benutzen. Diesem Vorschlag muss das technische Komitee noch zustimmen. Dem Team bliebe ein halbes Jahr zur Umsetzung.

Artikel veröffentlicht am ,
Fedora 21 standardmäßig mit Wayland?
Fedora 21 standardmäßig mit Wayland? (Bild: Fedora)

Sollte der Vorschlag von Fedoras Leitungskomitee (Fesco) angenommen werden, würde erneut die Vorreiterrolle von Fedora bei technischen Neuerungen bestätigt werden. Denn schon in einem halbem Jahr könnte Wayland den X-Server für Fedora ersetzen. Das plant zumindest das Desktop-Team innerhalb der Distribution und hat diese systemweite Änderung nun offiziell zur Diskussion gestellt.

Stellenmarkt
  1. DRÄXLMAIER Group, Vilsbiburg bei Landshut
  2. INIT Group, Karlsruhe

Das Ziel, den Fedora-Desktop standardmäßig mit Wayland zu betreiben, ist eng an die aktuellen Entwicklungen von Gnome geknüpft; entsprechend überschneiden sich die beiden Teams stark. Mit diesem Schritt soll es dem Fedora-Team möglich werden, viele noch nicht endgültig geklärte Fragen zu Wayland aktiv mitzugestalten.

Ambitionierter Plan

Zwar ist es dank des Toolkits bereits jetzt möglich, viele GTK-Anwendungen unter Wayland laufen zu lassen, das Ziel ist dennoch ambitioniert: Der detaillierte Vorschlag sieht vor, dass Gnome-Anwendungen, die noch direkt mit dem X-Server interagieren, auf Wayland portiert werden.

Das betrifft etwa den Display-Manager, der eine Wayland-Session starten können muss, oder auch das Gnome-Control-Center. Darüber hinaus möchte das Team für derzeit nur in X11 vorhandene APIs Wayland-Entsprechungen implementieren. Dazu zählen etwa die Input-Extension, Funktionen der Barrierefreiheit sowie XRandr.

Von den Änderungen betroffen wären natürlich sämtliche Anwendungen, die Wayland nicht unterstützen. Diese sollen über XWayland verfügbar gemacht werden, was allerdings die Integration von X.org 1.16 voraussetzt und damit die Mitarbeit der X-Entwickler, die auch bei der Reimplementierung der X11-APIs helfen sollen.

Nach derzeitigen Planungen könnte Fedora 21 im Oktober dieses Jahres erscheinen. Die noch in Gnome ausstehenden Wayland-Funktionen sollen im aktuellen Zyklus für Version 3.14 eingepflegt werden, welche Ende September final veröffentlicht wird. Läuft alles nach dem Plan der Entwickler, steht im Herbst endlich ein voll funktionsfähiger Wayland-Desktop standardmäßig in Fedora bereit.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 1.749€

Steffo 02. Mai 2014

Die Version 1.0 sagt etwas über die Stabilität der Schnittstellen bzw. des Protokolls...


Folgen Sie uns
       


Drive Pilot der S-Klasse ausprobiert

Die neue S-Klasse von Mercedes-Benz soll erstmals dem Fahrer die Verantwortung im Stau abnehmen.

Drive Pilot der S-Klasse ausprobiert Video aufrufen
Logistik: Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte
Logistik
Hamburg bekommt eine Röhre für autonome Warentransporte

Ein Kölner Unternehmen will eine neue Elbunterquerung bauen, die nur für autonom fahrende Transporter gedacht ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Intelligente Verkehrssysteme Wenn Autos an leeren Kreuzungen warten müssen
  2. Verkehr Akkuzüge sind günstiger als Brennstoffzellenzüge
  3. Hochgeschwindigkeitszug JR Central stellt neuen Shinkansen in Dienst

Energiewende: Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte
Energiewende
Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte

Vor einem Jahrzehnt suchte die europäische Stahlindustrie nach Technologien, um ihren hohen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, doch umgesetzt wurde fast nichts.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Wetter Warum die Klimakrise so deprimierend ist

5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

    •  /