Display-Server: Volle Wayland-Unterstützung für Gnome noch dieses Jahr
Es gehe in die "Endphase" – so betitelt zumindest der Gnome-Entwickler Matthias Clasen seinen aktuellen Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) zu den Portierungsarbeiten von Gnome auf Wayland. Denn das von ihm nun vorgegebene, ambitionierte Ziel ist, die Wayland-Session von Gnome unter Fedora 23 standardmäßig einzusetzen. Das könnte Ende dieses Jahres geschehen, doch zuvor sind noch einige Arbeiten zu leisten.
Davon bleibt mit der Entwicklerversion Gnome 3.15.4, die diese Woche erscheint, allerdings nicht mehr viel übrig. So unterstützt die Eingabebibliothek Libinput 0.8 fast alle der notwendigen APIs, noch lassen sich aber keine der sogenannten Wacom-Tablets damit betreiben. Darüber hinaus können Popover der Fenster nun auch außerhalb der Fenstergrenzen dargestellt werden, und GTK+ bevorzugt die Verwendung des Wayland-Backends gegenüber dem X-Backend, sofern beide verfügbar sind.
Um den Port aber im Vergleich zum X-Server als tatsächlich abgeschlossen anzusehen, planen die Beteiligten noch einige größere Änderungen. Zunächst soll etwa mit Fedora 22, dessen Veröffentlichung für Mai geplant ist, der Anmeldebildschirm Wayland verwendet werden. So werde das neue System auf vielen Geräten eingesetzt, wodurch noch Fehler aufgefunden werden könnten.
Außerdem sollen in der Wayland-Session, die Gnome seit Frühjahr letzten Jahres bereitstellt, künftig auch die Wayland-Backends anderer Toolkits als GTK+ genutzt werden, was etwa Qt, SDL oder auch EFL betreffen könnte. Letztlich soll, sobald Fedora 22 in die stabile Entwicklungsphase übergeht, der Rawhide-Zweig von Fedora standardmäßig auf Wayland setzen. Dies solle so schnell wie möglich geschehen, um noch unbekannte Fehler zu finden und zu beheben.
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