Display ohne Grenzen: Intels Fotoschüssel und die Wohnzimmerwand als Touchscreen

Man nehme zwei Kinects, zwei Projektoren und etwas Wohnzimmerdeko - fertig ist ein System, mit dem jeder sofort mit Fotos so spielen kann, als wäre alles ein Touchscreen.

Artikel veröffentlicht am ,
Intels Fotoschüssel
Intels Fotoschüssel (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Diesmal muss man bei Intels Developer Forum nicht erst bis zum letzten Tag warten - dann findet traditionell der Forschungsvortrag statt -, um Dinge zu sehen, die auf den ersten Blick seltsam wirken. Schon während des Einführungstages für Journalisten hat Intel seine Vision vom nahtlosen Display vorgestellt.

Stellenmarkt
  1. Planprüfer (w/m/d) für Glasfaserdokumentationen
    Gimbel Consulting GmbH, Raum Hamburg
  2. (Junior) IT Project Manager (w/m/d)
    MAINGAU Energie GmbH, Obertshausen
Detailsuche

Gemeint ist damit, dass die Darstellung und Verwaltung von Medien nicht mehr sichtbar an Hardware gebunden sein soll. Vielmehr sollen die Inhalte über Alltagsgegenstände zugänglich gemacht werden. Dazu haben die Forscher der Intel Labs handelsübliche Geräte mit viel eigens entwickelter Software so kombiniert, dass daraus ein System für den Umgang mit Fotos wurde.

  • Fotostapel liegen in der Schüssel und werden auf der Wand präsentiert.
  • Intels Fotoschüssel
  • Kinnect steuert die Fotowand (r.).
Fotostapel liegen in der Schüssel und werden auf der Wand präsentiert.

Die Bilder liegen dabei scheinbar wie ein Stapel von Papierfotos in einer Schale. Die Illusion wird durch einen senkrecht von oben projizierenden Beamer erzeugt. Die Fotoschüssel dient zum Aussuchen eines Albums - die Analogie zu den Thumbnail-Stapeln von gebräuchlicher Fotosoftware fällt sofort auf.

In der Schale kann man rühren und Stapel verschieben, nach oben oder unten sortieren, eben ganz so, als würde man mit Papierbildern hantieren. Das wirkt natürlich, weil die Schale so klein ist, dass man sie mit beiden Händen und dem Blickfeld aus einem halben Meter noch sensorisch erfassen kann. Ansehen möchte man die Bilder natürlich auf dem kleinen und gebogenen Ort nicht.

Golem Karrierewelt
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.-28.09.2022, Virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    06.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Dafür dient ein zweiter Beamer, der die ausgewählten Alben und auch einzelne Bilder an der Wohnzimmerwand darstellt. Dafür verwendete Intel eine mit Kunststoff beschichtete Tafel. Mit Wandfarbe gestrichene Wohnzimmer dürften schon nach erster Benutzung unansehnlich werden, denn auch die Fotowand arbeitet wie ein Touchscreen.

Darauf lassen sich die Bilder weiter sortieren und durch Ziehen an den Kanten vergrößern oder verkleinern. Ebenso können sie wie in einer Collage angeordnet werden. Das schafft bei einigen Quadratmetern Projektionsfläche einen ganz anderen Zugang zu den eigenen Fotos, was auch einem großformatigen Gemälde ähnelt. Anders als beim Arbeiten an einem PC kann man auch einige Meter zurücktreten und eines oder mehrere Bilder auf sich wirken lassen.

Wo die Hände sowohl in der Schale als auch an der Wand agieren, registriert je eine Kinect von Microsoft. Intel hat sich für das System entschieden, weil das SDK dafür inzwischen gereift und übersichtlich ist. Die Erkennung von Bewegungen klappte jedoch nicht immer sofort, vor allem beim kurzen Absetzen der Hände hatte das System Probleme. Beeindruckend war aber die Reaktionsgeschwindigkeit, mit der Schale und Fotowand zusammenarbeiteten. Das mag auch daran liegen, dass im Hintergrund ein Server mit Xeon-Prozessoren - die genaue Konfiguration verriet Intel nicht - die beiden Elemente koordinierte.

Wie stets bei solchen Forschungsarbeiten ist nicht abzusehen, ob das System jemals so käuflich zu erwerben sein wird. Wünschenswert wäre das, denn Projektoren, Kinects und der Rest der Hardware sind leicht zu beschaffen. Nur die entsprechende Software bisher eben nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bitblaze Titan samt Baikal-M
Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
Artikel
  1. Google: Display des Pixel 6a auf 90 Hz gemoddet
    Google
    Display des Pixel 6a auf 90 Hz gemoddet

    Das Display des Pixel 6a hat eine Bildrate von 60 Hz - eigentlich. Ein Modder hat den Bildschirm auf 90 Hz gebracht und will ein Custom ROM bauen.

  2. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

  3. Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
    Eichrechtsverstoß
    Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

    Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /