Abo
  • Services:

Display as a Service: Jedes Bild, jedes Video, auf jedes Display

Am Abend des ersten Messetages haben Intel und das Forschungszentrum DFKI das neue "Display as a Service" vorgestellt. Im selben Netz können alle unterstützten Geräte ihren Bildinhalt teilen. Das klingt langweiliger, als es aussieht.

Artikel veröffentlicht am ,
DaaS: Das Notebook erweitert den Bildbereich des Projektors.
DaaS: Das Notebook erweitert den Bildbereich des Projektors. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

In der sonst an Neuigkeiten armen Pressekonferenz von Intel hat das Unternehmen die Technik "Display as a Service" (DaaS) vorgestellt. Entwickelt wurde das Verfahren zusammen mit dem deutschen KI-Forschungszentrum DFKI. DaaS ist so vielseitig und wirkt dabei so simpel, dass es sich nur auf den zweiten Blick erschließt.

Stellenmarkt
  1. DZ PRIVATBANK S.A., Luxemburg
  2. TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH, Berlin

Im Wesentlichen kann mit DaaS jedes Gerät im selben Netzwerk mit jedem anderen seinen Bildschirminhalt teilen und mischen. So können beispielsweise die Displays von drei PCs - was Intel auch vorführte - auf einem Notebook in Fenstern dargestellt werden.

Ein weiteres Gerät kann dabei auch die Darstellung auf dem Zielsystem steuern. Intel zeigte das mit einem Tablet, das die Anordnung und Größe der auf einem Projektor dargestellten Fenster veränderte. Das sollte auch als Beleg dafür dienen, dass die gesamte einstündige Präsentation der Konferenz über DaaS-Systeme abgewickelt wurde.

  • Jedes Gerät kann als Quelle für jedes Display dienen. (Folien: Intel, Fotos: Nico Ernst)
  • Alexander Löffler vom DFKI zeigt DaaS mit zwei Zielgeräten.
  • Drei Fenster von drei PCs auf einem Projektor
  • Das Logo für DaaS - noch ohne (TM) oder (R)
Jedes Gerät kann als Quelle für jedes Display dienen. (Folien: Intel, Fotos: Nico Ernst)

Das Zielsystem kann auch aus mehreren Displays bestehen. Das zeigte DFKI-Projektleiter Alexander Löffler mit einem Notebook, das er in den Projektionsbereich des Beamers hielt. Der vom Mobilrechner verdeckte Bildausschnitt wurde dabei auf dem Notebook dargestellt.

Damit das klappt, hatte Löffler die Position der beteiligten Geräte - also Beamer und Notebook - in seiner Software vorher festgelegt. Das Prinzip ist ähnlich der logischen Anordnung von mehreren Displays unter Windows, wobei der Nutzer die tatsächlichen Orte der Monitore auf seinem Schreibtisch in der Software nachbilden muss. Durch die Unterstützung von mehreren Displays als Zielgerät soll DaaS auch Speziallösungen mit Splittern für Videowände ersetzen können.

Wie Löffler nach der Vorführung im Gespräch mit Golem.de erklärte, basiert DaaS auf Software. Mittels des Standardprotokolls RTP werden dabei in H.264 codierte Videos übertragen. Bisher gibt es die Software für Windows, Linux und Android. Sie ist aber noch im Entwicklungsstadium. Ob und wie DaaS öffentlich zugänglich wird, ist noch nicht entschieden.

Derzeit verhandelt das DFKI auch mit Herstellern von Fernsehern, welche die Technik direkt in ihren Geräten integrieren könnten. Da die nötigen Funktionen wie Internetprotokolle und H.264-Decoder schon in aktuellen Smart-TVs vorhanden sind, sollte das nicht allzu schwierig sein. Zusammen mit einer Windows-Software wäre es so beispielsweise auch möglich, während des Fernsehens einen Blick auf den PC-Bildschirminhalt des Nachwuchses zu werfen - die üblichen Fragen von Privatsphäre und Datenschutz stellen sich auch mit DaaS.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 29,95€
  2. 24,99€
  3. 2,50€

reebee 08. Mär 2013

Also das Ganze habe ich schon 2004 gesehen - nur besser, und für den damaligen Stand der...

zilti 07. Mär 2013

Sowas ähnliches gab es doch mal mit diesen Blue-irgendwas Plakatwänden, die allen Geräten...


Folgen Sie uns
       


VR-Brille Varjo VR-1 ausprobiert

Das VR-Headset VR-1 von Varjo stellt den zentralen Bereich des Displays sehr scharf dar, wodurch auch feine Details erkennbar sind.

VR-Brille Varjo VR-1 ausprobiert Video aufrufen
Geforce GTX 1660 im Test: Für 230 Euro eine faire Sache
Geforce GTX 1660 im Test
Für 230 Euro eine faire Sache

Die Geforce GTX 1660 - ohne Ti am Ende - rechnet so flott wie AMDs Radeon RX 590 und kostet in etwa das Gleiche. Der klare Vorteil der Nvidia-Grafikkarte ist die drastisch geringere Leistungsaufnahme.

  1. EC2 G4 AWS nutzt Nvidias Tesla T4 für Inferencing-Cloud
  2. Nvidia Turing OBS unterstützt Encoder der Geforce RTX
  3. Geforce GTX 1660 Ti im Test Nvidia kann Turing auch günstig(er)

Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  2. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen
  3. Uploadfilter Spontane Demos gegen Schnellvotum angekündigt

Operation 13: Anonymous wird wieder aktiv
Operation 13
Anonymous wird wieder aktiv

Mehrere Jahre wirkte es, als sei das dezentrale Kollektiv Anonymous in Deutschland eingeschlafen. Doch es bewegt sich etwas, die Aktivisten machen gegen Artikel 13 mobil - auf der Straße wie im Internet.
Von Anna Biselli


      •  /