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Display as a Service: Jedes Bild, jedes Video, auf jedes Display

Cebit 2013
Am Abend des ersten Messetages haben Intel und das Forschungszentrum DFKI das neue " Display as a Service " vorgestellt. Im selben Netz können alle unterstützten Geräte ihren Bildinhalt teilen. Das klingt langweiliger, als es aussieht.
/ Nico Ernst
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DaaS: Das Notebook erweitert den Bildbereich des Projektors. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
DaaS: Das Notebook erweitert den Bildbereich des Projektors. Bild: Nico Ernst/Golem.de

In der sonst an Neuigkeiten armen Pressekonferenz von Intel hat das Unternehmen die Technik "Display as a Service" (DaaS) vorgestellt. Entwickelt wurde das Verfahren zusammen mit dem deutschen KI-Forschungszentrum DFKI(öffnet im neuen Fenster) . DaaS ist so vielseitig und wirkt dabei so simpel, dass es sich nur auf den zweiten Blick erschließt.

Intel demonstriert Display as a Service (Cebit 2013)
Intel demonstriert Display as a Service (Cebit 2013) (02:26)

Im Wesentlichen kann mit DaaS jedes Gerät im selben Netzwerk mit jedem anderen seinen Bildschirminhalt teilen und mischen. So können beispielsweise die Displays von drei PCs - was Intel auch vorführte - auf einem Notebook in Fenstern dargestellt werden.

Ein weiteres Gerät kann dabei auch die Darstellung auf dem Zielsystem steuern. Intel zeigte das mit einem Tablet, das die Anordnung und Größe der auf einem Projektor dargestellten Fenster veränderte. Das sollte auch als Beleg dafür dienen, dass die gesamte einstündige Präsentation der Konferenz über DaaS-Systeme abgewickelt wurde.

Das Zielsystem kann auch aus mehreren Displays bestehen. Das zeigte DFKI-Projektleiter Alexander Löffler mit einem Notebook, das er in den Projektionsbereich des Beamers hielt. Der vom Mobilrechner verdeckte Bildausschnitt wurde dabei auf dem Notebook dargestellt.

Damit das klappt, hatte Löffler die Position der beteiligten Geräte - also Beamer und Notebook - in seiner Software vorher festgelegt. Das Prinzip ist ähnlich der logischen Anordnung von mehreren Displays unter Windows, wobei der Nutzer die tatsächlichen Orte der Monitore auf seinem Schreibtisch in der Software nachbilden muss. Durch die Unterstützung von mehreren Displays als Zielgerät soll DaaS auch Speziallösungen mit Splittern für Videowände ersetzen können.

Wie Löffler nach der Vorführung im Gespräch mit Golem.de erklärte, basiert DaaS auf Software. Mittels des Standardprotokolls RTP(öffnet im neuen Fenster) werden dabei in H.264 codierte Videos übertragen. Bisher gibt es die Software für Windows, Linux und Android. Sie ist aber noch im Entwicklungsstadium. Ob und wie DaaS öffentlich zugänglich wird, ist noch nicht entschieden.

Derzeit verhandelt das DFKI auch mit Herstellern von Fernsehern, welche die Technik direkt in ihren Geräten integrieren könnten. Da die nötigen Funktionen wie Internetprotokolle und H.264-Decoder schon in aktuellen Smart-TVs vorhanden sind, sollte das nicht allzu schwierig sein. Zusammen mit einer Windows-Software wäre es so beispielsweise auch möglich, während des Fernsehens einen Blick auf den PC-Bildschirminhalt des Nachwuchses zu werfen - die üblichen Fragen von Privatsphäre und Datenschutz stellen sich auch mit DaaS.


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