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Disneys Blockbuster-Franchise: Avatar 4 nach Fire and Ash kein Selbstläufer

Avatar: Fire and Ash spielte fast 1,5 Milliarden US-Dollar ein. Trotzdem gilt Avatar 4 bei Disney als finanzielles Risiko.
/ Peter Osteried
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Die Entscheidung, ob Avatar 4 kommt, steht noch aus. (Bild: 20th Century Studios)
Die Entscheidung, ob Avatar 4 kommt, steht noch aus. Bild: 20th Century Studios

Die Zukunft von Avatar 4 ist offenbar unsicher. Wie das US-Branchenmagazin Variety(öffnet im neuen Fenster) berichtet, gilt die Fortsetzung bei Disney trotz des jüngsten Kassenerfolgs Avatar: Fire and Ash als wirtschaftliches Risiko. Der Film von Regisseur James Cameron spielte weltweit knapp 1,5 Milliarden US-Dollar ein – deutlich weniger als sein Vorgänger Avatar: The Way of Water aus dem Jahr 2022.

35 Prozent weniger Einspiel

Fire and Ash war einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2025. Dennoch bleibt er rund 35 Prozent hinter Avatar: The Way of Water zurück, der auf etwa 2,3 Milliarden US-Dollar kam. Das Original Avatar: Aufbruch nach Pandora von 2009 hält mit mehr als 2,9 Milliarden US-Dollar weiterhin den Rekord als erfolgreichster Film aller Zeiten. Zusammengenommen ist diese Reihe die erste Trilogie der Filmgeschichte mit mehr als 6 Milliarden Dollar Einspiel.

Für Disney ist der Rückgang jedoch problematisch. Fire and Ash zählt mit Produktionskosten von über 400 Millionen Dollar zu den teuersten Filmen überhaupt. Hinzu kommen hohe Marketingausgaben. Da Kinos rund die Hälfte der Ticketeinnahmen behalten, reicht selbst ein Umsatz von einer Milliarde Dollar laut Brancheninsidern kaum aus, um die Kosten zu decken.

James Cameron betonte, dass kommende Teile wirtschaftlich tragfähig sein müssten. Avatar 4 und ein möglicher fünfter Teil sollen die Geschichte weiter ausbauen – was voraussichtlich erneut hohe Budgets erfordern würde.

Andere Cameron-Projekte

Für den künftigen Disney-Chef Josh D'Amaro, der Bob Iger ablöst, wird die Entscheidung zur strategischen Frage. Neben Star Wars gehört Avatar zu den wichtigsten Marken des Konzerns. Cameron selbst arbeitet parallel an anderen Projekten, darunter Ghosts of Hiroshima. Sollte ein weiterer Film aus Sicht von Disney nicht refinanzierbar erscheinen, könnte die Geschichte laut Cameron auch in anderer Form zu Ende erzählt werden. Er sprach von einem Buch, scherzte aber auch, er könnte in einer Pressekonferenz die Geschichte zum Besten geben.


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