Disney+: TV-Sender fordern Filme für 1 Monat ohne Streamingkonkurrenz
Fernsehsender in Frankreich wollen durchsetzen, dass Disney einen Film aus dem Abo von Disney+ entfernt, wenn dieser im Free-TV läuft.
In Frankreich gibt es gerade Streit zwischen den klassischen TV-Sendern und den Anbietern von Streamingdiensten. Der Chef des öffentlich-rechtlichen Senders France Televisions fordert, dass alle frei empfangbaren TV-Sender in Frankreich für die größten US-amerikanischen Filme ein exklusives Ausstrahlungsfenster erhalten, heißt es in einem Bericht von Variety.
"Die frei empfangbaren Sender in Frankreich fordern ein Exklusivitätsfenster für die größten amerikanischen Filme, und wenn wir dies nicht fordern, werden die Sender dauerhaft den Zugang zu diesen Filmen verlieren", sagte Manuel Alduy, Leiter der Abteilung Kino und internationale Entwicklung beim französischen öffentlich-rechtlichen Sender France Televisions.
Dieses Zeitfenster solle einen Monat betragen. Betreiber wie Disney müssten dann den entsprechenden Film bei Disney+ für zahlende Abonnenten aus dem Sortiment nehmen.
Fernsehsender sehen sich benachteiligt
Alduy sieht die frei empfangbaren Fernsehsender ohnehin im Nachteil, weil Kinofilme üblicherweise erst im Pay-TV und zeitgleich oder kurz danach bei Streaminganbietern starten. Erst etwa zwei Jahre später würden die gleichen Filme dann im Free-TV laufen, so Alduy. Für Alduy sei es nur so möglich, die Filme auch Nicht-Streaming-Abonnenten anzubieten.
Er geht nicht darauf ein, warum es dafür nötig ist, dass der Film im Streamingdienst entfernt werden muss. Die frei empfangbaren TV-Sender können den Film auch ausstrahlen, wenn es diesen parallel woanders als Stream gibt.
Im Artikel von Variety wird nur Disney als Beispiel genannt, das Hollywoodstudio betreibt auch in Frankreich mit Disney+ einen eigenen Streamingdienst. Der Artikel geht nicht darauf ein, ob auch Amazon und Netflix Filme aus dem Abo nehmen müssen, wenn dieser im Free-TV läuft. Es wäre denkbar, dass sich die Forderung nur an Filmstudios mit einem eigenen Streamingabo richtet.
Disney erwägt, keine neuen Filme in die französischen Kinos zu bringen
Laut dem Bericht ist Disney gegen diese Pläne. Mit diesem Schritt könnten Abonnenten verprellt werden, wenn sie nicht auf den Disney-Katalog zugreifen können. Disney hat in den vergangenen Monaten den Katalog von Disney+ erweitert und immer mehr Serien und Filme des Hollywoodstudios in das Abo integriert. Die Kundschaft kann sich also eigentlich darauf verlassen, diese Inhalte jederzeit sehen zu können.
In Frankreich wird gerade darüber verhandelt, wie lange Kinos die Spielfilme von Hollywoodstudios exklusiv als Erste zeigen dürfen. Dabei gehen die Forderungen über das hinaus, was die Filmstudios anbieten wollen. Disney soll sogar darüber nachdenken, keine neuen Kinofilme mehr in den französischen Kinos zu zeigen, um von den örtlichen Regelungen nicht betroffen zu sein.
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Gerade mal auf YouTube geschaut, bei der Zweiteiligen Öl Doku sind es 1080p.
Leider kommen solche unsinnigen Forderungen manchmal durch. Die Privatsender in...
Eben, und weil keine Gründe erörtert werden, müssen wir jetzt spekulieren... ;-)