Disney+: Disney wollte Cruella eigentlich nicht ins Kino bringen

Der Protest der Macher von Cruella verhinderte, dass der Film direkt auf Disney+ erschienen ist.

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Cruella lief parallel zum Kinostart bei Disney+ als VIP-Titel.
Cruella lief parallel zum Kinostart bei Disney+ als VIP-Titel. (Bild: Con Chronis/AFP via Getty Images)

Cruella war der dritte VIP-Titel bei Disney+ und aufgrund der Corona-Pandemie nach langer Pause ein Disney-Film, der parallel dazu wieder im Kino gestartet ist. Dazu wäre es jedoch fast nicht gekommen, denn Disney hatte eigentlich vor, den Film direkt ohne VIP-Status bei Disney+ zu veröffentlichen und ihn nicht auf der großen Leinwand zu zeigen, berichtet The Hollywood Reporter mit Quellen, die anonym bleiben wollen.

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Erst der Protest von Hauptdarstellerin Emma Stone sowie Regisseur Craig Gillespie brachte Disney zur Umkehr. Beide hielten einen Kinostart für eine Frage der Integrität. Wäre es nicht zu einem Kinostart von Cruella gekommen, wären die bereits vorhandenen finanziellen Absprachen neu verhandelt worden und das Studio hätte sogenannte Buyout-Zahlungen leisten müssen, heißt es in dem Bericht.

Emma Stone soll für Cruella eine Vorabzahlung von 8 Millionen US-Dollar erhalten haben, was für die Schauspielerin einen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere bedeutete. Nach Sicht des Hollywood Reporter bedeutete der Kinostart zusammen mit der VIP-Titel-Veröffentlichung bei Disney+ einen großen Nachteil für alle, die mit Bonusverträgen an den Einnahmen beteiligt gewesen sind.

Cruella spielte 221 Millionen US-Dollar ein

Denn ein Streaming-Start parallel zur Kinoveröffentlichung könnte sich negativ auf die Einspielergebnisse auswirken. Zum Zeitpunkt des Kinostarts von Cruella waren Lichtspielhäuser in vielen Ländern aufgrund der Corona-Pandemie noch geschlossen. Die Einnahmen an den Kinokassen dürften also auch deswegen geringer ausgefallen sein als unter normalen Umständen.

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Cruella soll international 221 Millionen US-Dollar an den Kinokassen eingespielt haben. Davon entfielen 85,8 Millionen US-Dollar auf Einnahmen aus den USA. Disney hat keine Angaben dazu gemacht, wie hoch die Einnahmen aus dem Streaming-Verkauf gewesen sind. Streamingzahlen hatte Disney erstmals bei Black Widow veröffentlicht - dem vierten VIP-Titel von Disney+.

Streit zwischen Johansson und Disney rund um Black Widow

Nach dem Erscheinen von Black Widow gibt es Streit zwischen Scarlett Johansson, der Hauptdarstellerin des Films, und dem Filmstudio. Johansson hat Klage gegen Disney wegen Vertragsbruch eingereicht, in der das Veröffentlichungsmodell von Black Widow kritisiert wird. Die Marvel-Verfilmung erschien - wie Cruella - parallel zum Kinostart als VIP-Titel auf Disney+.

Cruella bei Disney+

Dieser zeitgleiche Start habe gegen Vertragsabsprachen verstoßen, macht Johansson in der Klageschrift geltend. Ihr sei bei Vertragsabschluss im Jahr 2017 eine exklusive Filmveröffentlichung auf der Leinwand zugesagt worden - ihr Verdienst basiere auf den Kinoeinnahmen. Sie sieht sich um die Gewinnbeteiligung an der Marvel-Verfilmung gebracht.

Disney hat darauf reagiert und betont, dass Vertriebsentscheidungen "von Film zu Film auf der Grundlage der globalen Marktbedingungen und des Verbraucherverhaltens getroffen" werden. Die Klage sei unbegründet und zudem "ausgesprochen traurig und bedauerlich", weil sie die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie "herzlos" außer Acht lasse.

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