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Disney+: Captain Marvel kommt nicht auf andere Streaming-Plattformen

Es gibt neue Details zu Disneys eigenem Videostreamingdienst. Das Filmstudio hat Captain Marvel als ersten Disney-Spielfilm auserkoren, den es ausschließlich bei Disney+ geben wird.
/ Ingo Pakalski
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Disney bringt Ende 2019 mit Disney+ einen eigenen Streamingdienst auf den Markt. (Bild: Drew Angerer/Getty Images)
Disney bringt Ende 2019 mit Disney+ einen eigenen Streamingdienst auf den Markt. Bild: Drew Angerer/Getty Images

In den USA soll Captain Marvel(öffnet im neuen Fenster) am 8. März 2019 in die Kinos kommen. Und es werde der erste Disney-Film werden, den es ausschließlich bei Disney+ gebe, das sagte Disney-Chef Bob Iger in einer Konferenzschaltung anlässlich der Bekanntgabe aktueller Quartalszahlen des US-Filmstudios. Disney+ ist Disneys eigener Videostreamingdienst, der Ende 2019 starten soll. Andere Videostreamingplattformen werden Captain Marvel demnach nie zeigen können.

Zudem soll die erste Realfernsehserie im fiktiven Star-Wars-Universum auf Disney+ erscheinen. Die Dreharbeiten zu The Mandalorian(öffnet im neuen Fenster) haben im Oktober 2018 begonnen. Die Serie spielt in der Zeit nach dem Zusammenbruch des galaktischen Imperiums und erzählt von einem Protagonisten, der sich abseits der Einflusssphären der Neuen Republik am äußeren Rand der Galaxy durchschlägt. Die Hauptrolle übernimmt Pedro Pascal, der in der vierten Staffel der HBO-Fantasyreihe Game of Thrones in der Rolle des dornischen Prinzen Oberyn Martell zu sehen war. Zudem spielt er in der Netflix-Serie Narcos den DEA-Agenten Javier Peña.

Captain Marvel – Trailer 2
Captain Marvel – Trailer 2 (02:18)

Disney hatte bereits verkündet, dass langfristig die eigenen Inhalte nur noch bei Disney+ angeboten werden sollen. Zumindest in den USA könnte sich die Filmauswahl von Netflix Ende 2019 erheblich verändern. Denn nur bis Ende 2019 laufen die Streamingrechte von Disney, die Netflix erworben hat. Das sagte Netflix im August 2017, als bekanntwurde, dass Disney einen eigenen Streamingdienst starten will. Und Disney hatte angekündigt, die Zusammenarbeit mit Netflix beenden zu wollen.

Weitere Details folgen im April

Offen ist bei all dem, wie sich das auf das Netflix-Sortiment in Deutschland auswirkt. Denn das Sortiment von Filmen und Serien, die Netflix von anderen lizenziert, kann sich je nach Land erheblich unterscheiden. Es ist nicht so, dass der US-Katalog von Netflix oder auch Amazon Prime Video direkt auch so in Deutschland verfügbar ist.

Disney will am 11. April 2019 auf einer Investorenveranstaltung erstmals die Oberfläche von Disney+ zeigen. Dann soll es auch weitere Details zum Dienst geben. Bisher hat Disney lediglich einen Start in den USA angekündigt. Ob Disney+ auch etwa nach Deutschland kommt, ist ungewiss. Zudem gibt es keine neuen Informationen dazu, zu welchem Preis der Dienst angeboten wird und auf welchen Geräten er genutzt werden kann.

Disney ist an ESPN und Hulu beteiligt

Dann will das US-Filmstudio auch neue Details zur Streamingstrategie des Unternehmens bekanntgeben. Der Sportsender ESPN gehört zu 80 Prozent zu Disney und mit der geplanten Übernahme von Teilen von 21th Century Fox erhöht Disney seinen Anteil an der Streamingplattform Hulu(öffnet im neuen Fenster), die unter anderem eine Konkurrenz zu Netlix oder Amazon Prime Video ist. Noch besitzt Disney an Hulu 30 Prozent, mit der Übernahme von 21 Century Fox erhöht sich der Anteil auf 60 Prozent. Disney wartet darauf, dass die Übernahme von den Kartell- und Aufsichtsbehörden genehmigt wird. Dann könnte sich das US-Filmstudio vorstellen, Hulu auch in anderen Ländern anzubieten.

Disney will auch mit dem Start von Disney+ an ESPN und Hulu festhalten. Zwar soll es für Kunden möglich sein, die drei Dienste mit einem Zugangskonto nutzen zu können. Eine Zusammenlegung der Dienste sei aber laut Disney nicht geplant. Es sei für den Kunden besser, wenn er die für ihn passenden Inhalte auswählen könne. Aber Disney wird womöglich Kunden Preisnachlässe gewähren, wenn diese alle drei Abos abschließen. Nähere Details gibt es dazu bislang nicht.


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