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Disney bestätigt offiziell: Alle Abostufen von Disney+ ohne Airplay-Funktion, Abopreis bleibt

Aufgrund von Rechtsstreitigkeiten ist die Airplay-Funktion aus Disney+ gestrichen worden. Abonnenten müssen trotzdem den vollen Preis zahlen.
/ Ingo Pakalski
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Die Abos von Disney+ verlieren immer mehr Funktionen - die Abopreise bleiben aber unverändert. (Bild: Bastien Ohier / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Die Abos von Disney+ verlieren immer mehr Funktionen - die Abopreise bleiben aber unverändert. Bild: Bastien Ohier / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Wegen des verlorenen Rechtsstreits mit Interdigital hat Disney die Funktion Airplay aus dem Abo von Disney+ in Deutschland entfernt. Dies erklärte das Unternehmen Golem auf Nachfrage. Die gleiche Einschränkung gibt es bei Disney+ in den Niederlanden. Damit bestätigen sich die bisherigen Vermutungen, dass das Gerichtsurteil der Grund für den Airplay-Wegfall ist.

Kurz zuvor wurde bekannt, dass Disney+ Google Cast aus Disney+ wegen des Rechtsstreits entfernt hatte. Für Besitzer alter Chromecast-Geräte bedeutet dies nicht nur einen Komfortverlust, sie können Disney+ auf diesen Geräten gar nicht mehr verwenden.

Ansonsten bedeutet die Streichung von Google Cast und Airplay Komforteinbußen, weil dann das Starten eines Streams vom Smartphone oder Tablet nicht mehr möglich ist. Die meisten Geräte mit Google Cast und Airplay sollten eine eigene App für Disney+ besitzen, so dass das Abo immerhin weiterhin nutzbar bleibt.

Viele Änderungen bei Disney+

Die Streichung von Google Cast und Airplay betrifft alle Abostufen von Disney+. Neuerdings müssen sich Abonnenten damit abfinden, dass auch in den vermeintlich werbefreien Disney+-Abos Standard und Premium Werbung erscheint.

Im Unterschied zum ganz offiziellen Werbeabo soll es keine Werbung mitten in Filmen und Serienfolgen geben. Wer allerdings mehrere Folgen einer Serie schaut, kann trotzdem Werbeunterbrechungen sehen, wenn diese zwischen den Episoden ausgespielt werden. Trotz der zusätzlichen Werbung in den Abos Standard und Premium bleiben die Preise dafür unverändert.

Disney+ Premium hat die meisten Einschränkungen

Abonnenten von Disney+ Premium müssen sich seit Ende 2025 mit einer verringerten Bildqualität abfinden, weil Dolby Vision ebenfalls aufgrund eines Rechtsstreits seit mehr als neun Monaten abgeschaltet wurde. Seinerzeit versprach Disney Abonnenten, schnellstmöglich eine Lösung dafür zu finden – bisher ohne Ergebnis.

Derzeit können Abonnenten von Disney+ Premium 4K-Inhalte nur auf ausgewählten Geräten wiedergeben. Damit Abonnenten von Disney+ überhaupt 4K-Inhalte konsumieren können, müssen sie die teuerste Abostufe wählen und einen entsprechend höheren Preis bezahlen. Obwohl die 4K-Wiedergabe seit Monaten eingeschränkt ist, hat Disney keine Anstalten gemacht, die Preise aufgrund des verringerten Funktionsumfangs zu senken.

Im Rechtsstreit mit Interdigital wurde Disney auf 101,7 Millionen Euro Schadensersatz verklagt, weil Disney+ Patente von Interdigital mehrere Jahre ohne Erlaubnis verwendet hat.

Der Golem-Blick

Aus Kundensicht ist es eine Unverschämtheit, wie Disney den Rechtsstreit mit Interdigital austrägt. Das Abo von Disney+ verliert immer mehr Funktionen, ohne dass Abonnenten über die Streichungen informiert werden. Auch Neukunden werden über den verringerten Funktionsumfang im Unklaren gelassen. Deutliche Hinweise zum Wegfall von Google Cast und Airplay fehlen.

Obwohl Disney+ bei laufenden Abos einfach weniger liefert als zum Zeitpunkt der Abobuchung, sind bisher keine Pläne bekannt, dass das Unternehmen die Preise für laufende Abos senkt. Auch Neukunden müssen den vollen Preis zahlen, obwohl sie nicht den vollen Leistungsumfang des Abos erhalten.

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