Disksats: Nasa testet völlig neues Satellitendesign

Die US-amerikanische Aerospace Corporation testet derzeit ein neues Design für ein Raumfahrzeug(öffnet im neuen Fenster) in der niedrigen Erdumlaufbahn, dem Leo (low earth orbit). Bei den Disksats handelt es sich laut dem gemeinnützigen, bundesfinanzierten Forschungs- und Entwicklungszentrum um "leichte, kompakte, flache, scheibenförmige Satelliten, die zur Optimierung zukünftiger Rideshare-Starts entwickelt wurden" .
Die vier Satelliten sind jeweils einen Meter breit und 2,5 Zentimeter dick. Damit unterscheiden sie sich von dem bisherigen Standard von Kleinsatelliten, den Cubesats. Seit fast einem Vierteljahrhundert sind diese eine beliebte Wahl von kommerziellen Unternehmen, dem Militär, der US-Raumfahrtbehörde Nasa und von Universitäten, um kleine und vor allem kostengünstige Satelliten zu bauen.
Die Ära der Kleinsatelliten
Cubesats basieren auf einem würfelförmigen Design mit etwa 10 cm Kantenlänge. Je nach Missionsanforderungen können sie von einer einzelnen Würfel-Einheit auf drei, sechs, zwölf oder mehr skaliert werden.
Seit dem Start des ersten Cubesats im Jahr 2003 wurden knapp 3.000 solcher Kleinsatelliten ins All befördert(öffnet im neuen Fenster) . Dabei befindet sich ihr Einsatzort nicht nur im Leo; sie werden auch in größeren Höhen und für Mond- und Marsmissionen eingesetzt.
Das stapelbare Flatpanel-Format der Disksats kann dagegen für einige Missionstypen Vorteile bringen, etwa um Radarantennen anzubringen, die zu groß für andere Kleinsatelliten sind. Dadurch kann die Allwetterüberwachung oder Hochbandbreitenkommunikation unterstützt werden.
Bei einem Raketenstart lässt sich dieses Design leichter als das Cubsat-Format zusammenstapeln. Dabei ähnelt es dem Ansatz der stapelbaren Starlink-Internetsatelliten.



