Manche Dax-Firma hat im LGBT-Index nur wenige Punkte

Auf kreative Problemlösungen zu kommen, fällt im Team ebenfalls leichter, zum Beispiel, um an Daten zu kommen. Dabei dürften künftig Soziologen und Juristen häufiger mitreden, erwartet Staab. Rechtsexperten könnten zum Beispiel dabei helfen, Quellen aufzutun, ohne Datenschutzregeln zu verletzen. "Das Dilemma ist: Um umfassend auf mögliche Vorurteile in den Algorithmen testen zu können, brauchen wir auch Daten, die wir aus rechtlicher Sicht gar nicht haben dürfen", sagt Staab.

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Ein Beispiel: Frauen sollten gleiche Chancen auf einen Kredit haben wie Männer. Um das sicherzustellen, reicht es jedoch nicht, das Geschlecht als Merkmal auszuklammern, denn dieses Merkmal hängt mit anderen Kriterien zusammen, etwa mit dem Gehalt, das bei Frauen im Schnitt geringer ausfällt. Letztlich kann eine KI bei der Bonitätsbewertung so immer noch unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Mit verschiedenen Perspektiven gegen blinde Flecken: Das mag überholt klingen, denn längst gehören in der KI-Entwicklung interdisziplinäre Arbeitsgruppen, Peer-to-Peer-Coding oder das Testen durch offene Entwicklernetzwerke zum Alltag. Doch Diversität über fachliche Hintergründe hinaus zu verankern, gelingt bislang den wenigsten Unternehmen der Branche. Das beweist nicht nur die New Yorker Studie. Tatsächlich haben die KI-Vorreiter gerade erst begonnen, sich zu den bisherigen Versäumnissen zu positionieren.

So wirbt das US-amerikanische IT-Unternehmen IBM mit seinem Datensatz Diversity in Faces (Dif, Vielfalt in Gesichtern), welcher Bildanalyse-Software über rassistische Aussetzer wie in dem Beispiel aus Neuseeland hinweghelfen soll. Im vergangenen Jahr vorgestellt, enthält die Sammlung eine Million verschiedene Bilder, die sich in Ethnie, Geschlecht und Alter möglichst gleichmäßig verteilen sollen.

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Der Dax-Spitzenreiter SAP hat sich im Dezember für seine Offenheit gegenüber Lesben, Schwulen, Bi- und Trans*-Personen auszeichnen lassen. "Wir waren überrascht, welche unterschiedlichen Prioritäten die Dax-30-Unternehmen den Maßnahmen für LGBT+-Mitarbeitende einräumen", sagt Stuart B. Cameron, Initiator des Index Dax 30 LGBT+ Diversity (PDF) und Geschäftsführer des Berliner Beratungsunternehmens Uhlala, das auch das Netzwerk Unicorns in Tech betreibt. Er spricht von einer insgesamt schwachen Konkurrenz: Zwar sei SAP Spitzenreiter, andererseits hätten manche Unternehmen in mehreren Bereichen gar keine Punkte erreicht.

Über Lippenbekenntnisse hinauskommen will die Deutsche Telekom, die in der IT-Abteilung ein sogenanntes Robotics and Artificial Intelligence Hub unterhält. In einem Blogbeitrag aus dem vergangenen Jahr betont der Konzern die Chancen der Vielfalt. Senior-Managerin Kenza Ait Si Abbou Lyadini beschreibt ihre Zukunftsvision so: "In einem idealen KI-Entwicklerteam säßen Frauen, Männer und diverse Personen - Menschen verschiedener Altersgruppen, unterschiedlicher Hautfarben und sexueller Identität sowie gemischter sozialer Herkunft."

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 Ein Knackpunkt sind die Trainingsdaten für maschinelles Lernen
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GodsBoss 18. Jun 2020

Ich habe nichts dagegen, dass Menschen und/oder Unternehmen Sanktionen erfahren, wenn...

janoP 12. Jun 2020

Ob die Ergebnisse einer selbstlernenden, auf künstlichen neuronalen Netzen basierenden KI...

Hotohori 11. Jun 2020

Ist natürlich auch ein Problem, die Erwartungshaltung der Menschen was die KI leisten...

Hotohori 11. Jun 2020

Stimmt, das kommt auch noch dazu... XD

Gole-mAndI 11. Jun 2020

Du hast das falsch verstanden. Der Prozess sieht kein Nachdenken vor, daher findet es...



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