Diskriminierung: Angestellte klagen gegen Activision Blizzard

Der Streit zwischen Activision Blizzard und den Mitarbeitern eskaliert: Angestellte haben den Publisher gemeinsam mit einer Gewerkschaft verklagt.

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Angestellte von Blizzard vor dem Hauptquartier in Irvine (Juli 2021)
Angestellte von Blizzard vor dem Hauptquartier in Irvine (Juli 2021) (Bild: David McNew/AFP via Getty Images)

Bei Activision Blizzard ist keine Entspannung im Verhältnis von Mitarbeitern und Firmenführung erkennbar. Im Gegenteil: Ein Teil der Angestellten hat den Konzern nun zusammen mit der Communications Workers of America verklagt - das ist eine auf die Medienbranche spezialisierte Gewerkschaft.

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Gewerkschaft und Mitarbeiter werfen Activision Blizzard vor, systematisch zu versuchen, eine Arbeitnehmervertretung - also letztlich eine Art Betriebsrat - zu sabotieren. Momentan gibt es bei dem Unternehmen lediglich eine Gruppe namens A Better ABK (ABK steht für Activision, Blizzard und King - Letzteres ist die auf Mobile Games spezialisierte Sparte).

Laut einem Bericht der Washington Post soll Activision Blizzard außerdem Mitarbeiter ausspioniert und sie mit Drohungen und dem Versprechen von Boni unter Druck gesetzt haben, sich firmenkonform zu verhalten und zu äußern.

Hintergrund ist eine Klage des kalifornischen Department of Fair Employment and Housing gegen Activision Blizzard wegen sexueller Übergriffe und Diskriminierung in der Belegschaft, die im Juli 2021 eingereicht wurde.

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Nach langen Untersuchungen kam die Behörde zu der Überzeugung, dass in dem Konzern ein Betriebsklima wie in einer "Studentenverbindung" ("frat house") herrsche.

Neue Personalchefin eingestellt

Gerade erst hat Activision Blizzard eine für Mitarbeiter zentrale Führungsstelle neu besetzt: Das Unternehmen hat Julie Hodges als Chief People Officer angestellt. Hodges war zuvor über 30 Jahre in ähnlicher Position bei Disney.

Nach Konzernangaben ist sie nun verantwortlich für "Diversität, Chancengleichheit und Inklusion, Neueinstellungen, Mitarbeiterentwicklung, Lernen und Forbildung, Vergütung und Zusatzleistungen sowie Personalplanung".

Nach Bekanntgabe der Klage durch die kalifornische Behörde haben zahlreiche leitende Angestellte Blizzard verlassen. Prominentester Abgang war der Blizzard-Chef J. Allen Brack, der Anfang August 2021 durch Jen Oneal und Mike Ybarra ersetzt wurde.

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