Disk on Module: Innodisks Mini-SSDs benötigen kein Stromkabel

Daumengroß und ohne externe Stromversorgung: Innodisks SSDs, Disk on Module genannt, werden auf einen Sata-Port gesteckt. Die DOMs sind eine Alternative für Mainboards ohne M.2-Slot.

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Die Satadom-MV 3ME3 kommt ohne DRAM-Cache aus und nutzt den siebten Sata-Pin zur Stromversorgung.
Die Satadom-MV 3ME3 kommt ohne DRAM-Cache aus und nutzt den siebten Sata-Pin zur Stromversorgung. (Bild: Innodisk)

Innodisk hat neue SSDs im DOM-Format vorgestellt, die kein zusätzliches Stromkabel brauchen. Die Disks on Module nutzen den siebten oder achten Sata-Pin zur Energieversorgung, bei Letzterem handelt es sich um zusätzliche seitliche Pins (Masse und 5 Volt). Die kleinen SSDs sind so groß wie ein Daumen und werden an eine Sata-6-GBit/s-Schnittstelle angeschlossen.

Die Solid State Drives eignen sich als Boot-SSD für Embedded-Systeme oder generell Mini-PCs, in denen ein Mainboard ohne M.2- oder mSATA-Slot verbaut ist, und ermöglichen dort Flash-Speicher auf begrenztem Raum. Innodisk unterscheidet Sata- und Server-DOM-Versionen, beide verwenden Single- oder Multi-Level-Cells (2 Bits pro Speicherzelle) sowie den eigenen iSLC. Die Sata-DOMs sind anders als M.2-SSDs hotplug- und hotswap-fähig.

Je nach Anwendungsgebiet empfiehlt der Hersteller auch die SSDs, bei denen bewusst ein Controller verwendet wird, der keinen DRAM-Cache benötigt. Das reduziert zwar in einigen Fällen die Leistung, verringert aber das Risiko eines Datenverlusts stark. Innodisk verkauft die Sata- und Server-DOMs mit 4 bis zu 128 GByte Kapazität, die Geschwindigkeit liegt bei bis zu 130 MByte pro Sekunde schreibend und bis zu 350 MByte pro Sekunde lesend.

Disks on Module bieten neben Innodisk beispielsweise auch Adata, Delock und Mach Xtreme - alle drei Hersteller nutzen den siebten Pin zur Stromversorgung. Ob sich die Mini-SSDs für Endkunden lohnen, hängt vom Nutzer ab: DOMs werden vor allem in kleinen Kapazitäten verkauft, schnellere M.2-SSDs verfügen zumeist über mehr Speicherplatz, erfordern aber passende Chipsätze und die Anbindung nimmt viel Platz auf dem Mainboard ein.

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