Viele Modi und das Fazit

Das realistische Fahrgefühl wird durch die gute Grafik weiter intensiviert: Wer etwa bei strömendem Regen die Cockpitansicht wählt und sich förmlich durch die undurchdringbar scheinenden Wasserwände kämpfen muss oder wer aus der Ego-Perspektive mit hohem Tempo in die Kurve geht und nur haarscharf an Baum oder Felsen vorbeizieht, kann sich über einen Adrenalinrausch der besonderen Art freuen.

Wer nach längeren Ausfahrten doch wieder Sehnsucht nach direkter Konkurrenz auf der Piste hat, kann den Rallycross-Modus auswählen und so zumindest ein bisschen das Gefühl der letzten Dirt-Spiele aufleben lassen, wenn man im Pulk durch enge Kurven saust. Auch sonst gibt es einiges an Modi - wer will, kann jederzeit eine eigene Veranstaltung mit gewünschtem Ort und Auto erstellen, sich den harten Hillclimb-Herausforderungen stellen, in denen ein Ausflug in die Botanik noch wahrscheinlicher als ohnehin schon ist, oder online auf die Jagd nach Bestzeiten gehen.

  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
  • Dirt Rally (Bild: Codemasters)
Dirt Rally (Bild: Codemasters)

Der hohe Simulationsanspruch setzt sich abseits der Piste fort. Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle sind zwar übersichtlich, dafür ist das Tuningsystem durchaus umfangreich und lässt viel Freiraum zum Experimentieren, um das Fahrzeug perfekt auf die Gegebenheiten der Piste und des Klimas einzustellen. Hinzu kommt ein umfangreiches Schadenssystem. Der Verschleiß zwischen den Etappen ist hoch, die Zeit zum Reparieren aber begrenzt, so dass dem eigenen Werkstattteam genau vorgegeben werden muss, welche Schäden zuerst beseitigt werden sollen.

Abseits der Pisten präsentiert sich Dirt Rally allerdings nüchtern - der Fokus liegt hier klar auf dem Rennerlebnis, nicht auf beeindruckenden Zwischensequenzen und stimmungsvoller Inszenierung. Die Menüs sind spartanisch gehalten, auch sonst gibt es wenig zu sehen zwischen den Etappen - für Atmosphäre sorgen hier einzig Rennerlebnis und Motorsound.

Dirt Rally ist für knapp 40 Euro als Download über Steam erhältlich. Am 18. Dezember erscheint über Koch Media eine Boxed-Version für Windows-PC. Die USK hat eine Altersfreigabe ab 6 Jahren erteilt. Am 5. April 2016 soll das Rennspiel für Playstation 4 und Xbox One im Handel erhältlich sein.

Fazit

Während die letzten Dirt-Spiele um eine möglichst große Zielgruppe buhlten und großen Wert auf hohe Zugänglichkeit legten, ist Dirt Rally ein Spiel für eine kleine, aber umso anspruchsvollere Zielgruppe. Spieler, die bereits in den Neunzigern unzählige Stunden mit Colin McRae verbrachten, können sich jedenfalls freuen: So viele gut gestaltete Rallyestrecken hatte schon lange keine Rennsimulation zu bieten.

So viel Frustpotenzial allerdings auch nicht. Selbst kleinste Fahrfehler können gravierende Folgen haben, Dirt Rally verzeiht fast nichts. Um so größer ist die Freude, wenn nicht nur jede Schikane, sondern auch das eigene Fahrzeug perfekt eingestellt ist und dann fehlerlos über Strecken brettert. Mit Lenkrad, aber auch mit Controller ist das simulationslastige Fahrgefühl endgültig eine Klasse für sich. Wer an Rennspielen vor allem die Herausforderung schätzt, wird diesen Winter das Steuer wohl nicht mehr aus der Hand geben.

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 Dirt Rally im Test: Motorsport für Fortgeschrittene
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ThadMiller 04. Jan 2016

Hmmm, ich glaube dein Problem hat nichts mit "Autofahren" zu tun :) Aber soviel ich wei...

Leynad 18. Dez 2015

Glaube ich nicht. Shooter or der RPGs, wo man nach einem Ableben einige Minuten Gameplay...

DWolf 18. Dez 2015

Nein, kein Schnick-Schnack. Du bist nach Start nach kurzen, überspringbaren Logos direkt...

drvsouth 17. Dez 2015

Jungspund. Hab noch in Rally Racing 97 die Wagen über die Pisten gepeitscht. https://www...



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