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Dirror angeschaut: Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist

Der Wetterbericht beim Zähneputzen und die aktuellen Schlagzeilen beim Haare kämmen: Einen Spiegel, der uns auf dem Laufenden hält, finden wir eigentlich gut. Trotzdem hat uns Dirror, der Spiegel mit Windows 10, auf den ersten Blick nicht überzeugt.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Der Dirror im Einsatz
Der Dirror im Einsatz (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Über extrem spiegelnde Tablet-Displays, auf denen wir uns selbst genauso gut sehen wie den eigentlichen Inhalt, haben wir uns schon oft geärgert. Die Erfinder des Dirror machen das schlauer: Sie hängen das Ding einfach an die Wand und nennen es digitaler Spiegel. Er soll neben dem Spiegelbild zahlreiche Informationen anzeigen, die Nutzer über den Tag hinweg benötigen, und auch als Schaltzentrale für Smart-Home-Anwendungen fungieren. Das Konzept hat allerdings so seine Schwächen, wie wir bei der Produktvorstellung in Berlin festgestellt haben.

Inhalt:
  1. Dirror angeschaut: Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
  2. Dirror fällt kaum auf

Zunächst einmal sieht das neue Produkt der beiden Unternehmen DGMK (Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungssysteme) und Ironshark aber gut aus. Es ist ein vollwertiges Windows-10-Tablet mit stark spiegelndem Display und schönem Holzrahmen und unterscheidet sich dadurch grundsätzlich von dem Konzept des Google-Ingenieurs Max Braun. Der nutzt einen Zweiwegespiegel, ein Display und APIs von Google, um Informationen zum Wetter und anderen Dingen einzublenden. Heraus kommt bei ihm ein Spiegel, der von einem herkömmlichen nicht zu unterscheiden ist und die Informationen unauffällig am Rand einblendet.

  • Der digitale Spiegel Dirror (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rechts das 23 Zoll große M-Modell, links das 27 Zoll große L-Modell mit einem der beiden Entwickler Claus Weibrecht (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dirror ist kein echter Spiegel, sonder eher ein stark spiegelndes Tablet mit Holzrahmen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei Nichtbenutzung kann Dirror entweder ausgeschaltet oder etwa als Uhr verwendet werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dirror ist in drei Größen mit jeweils drei verschiedenen Holzrahmen bestellbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Inneren ist Dirror ein Windows-10-Tablet, das wie gewohnt per Touchscreen bedient werden kann. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine eigene Benutzeroberfläche gibt es nicht, stattdessen wird Dirror über den Tabletmodus von Windows 10 benutzt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Kurios, aber gewollt: Einschalten können Nutzer den Dirror über einen herkömmlichen Schalter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display des Dirrors zieht Fingerabdrücke zwar nicht besonders stark an, sichtbar sind sie aber dennoch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der digitale Spiegel Dirror (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die eigentliche Funktion eines Spiegels erfüllt Dirror nur mäßig. Das Display spiegelt zwar stark genug, um den Nutzer zu reflektieren, einen echten Spiegel kann es allerdings nicht ersetzen. Dafür ist die Hardware ziemlich leistungsfähig, zumindest in den großen Modellen: In den Varianten M und L mit 23- und 27-Zoll-Display steckt Intels Atom-X7-Z8700, das aktuell stärkste Atom-Modell mit vier Kernen und einer Taktrate von bis zu 2,4 GHz. Zusammen mit 4 GByte Arbeitsspeicher führt das dazu, dass sich das Windows-Betriebssystem des Spiegeldisplays flüssig bedienen lässt. Eine Internetverbindung wird über WLAN hergestellt, Tastaturen, Lautsprecher und andere Peripheriegeräte können per Bluetooth 4.0 angeschlossen werden.

Zum Einschalten ein Kippschalter

Wir konnten uns die beiden großen Modelle anschauen. Schon beim Schalter wird klar, dass Dirror nicht in erster Linie an eine technikaffine Kundschaft verkauft werden soll. Eingeschaltet wird das Tablet an der Wand über einen Kippschalter, den wir normalerweise an einer Schreibtischlampe erwartet hätten. Dieser soll es auch Nutzern, die sich nicht mit PC-Hardware auskennen, ermöglichen, den Spiegel einfach ein- und auszuschalten. Der Dirror hat keine spezielle Benutzeroberfläche, sondern schlicht Windows 10 in der Tablet-Ansicht.

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Bedienen lässt sich diese recht gut, durch das Hochkantformat lassen sich Internetseiten bequem anschauen. Auch Zusammenfassungen von Nachrichten, der Wetterbericht und die tägliche Kalenderagenda sehen gut auf dem Display aus. Die Auflösung des 23- und 27-Zoll-Gerätes liegt bei 1.920 x 1.080 Pixeln, was besonders auf dem 27-Zoll-Dirror schon zu recht pixeliger Darstellung führt. Da man näher an dem Gerät steht, als man vor einem herkömmlichen Monitor sitzt, fällt die grobe Auflösung zudem stärker auf.

Fingerabdrücke lassen sich nicht vermeiden

Bei beiden Modellen sind die Bildschirme blickwinkelstabil. Allerdings ziehen die Displays doch Fingerabdrücke an - zwar nicht so stark, wie wir gedacht hätten, aber dennoch merklich. Wer einen Dirror benutzt, sollte ein Tuch zum Abwischen immer griffbereit haben.

Dirror fällt kaum auf 
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