Abo
  • IT-Karriere:

Dirk Wössner: Deutsche Telekom greift Shared Medium Kabel an

Laut Telekom bietet das Kabelnetz nur nominal eine höhere Datenübertragungsrate. Nach 20 Uhr werde es dann eng im Node. Doch das ist bei DSL und Vectoring nicht grundlegend anders.

Artikel veröffentlicht am ,
Breitband- und Mediengipfel auf der Anga Com
Breitband- und Mediengipfel auf der Anga Com (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die Kabelnetzbetreiber "bieten zwar höhere Nominalgeschwindigkeit, aber abends um 20 Uhr kann es schon mal eng werden." Das sagte Dirk Wössner, Vorstand Deutschland der Deutschen Telekom, am 13. Juni 2018 auf der Branchenmesse Anga Com. Auch im Kabelnetz müsse für Gigabit massiv Glasfaser im Verteilnetz ausgebaut werden, wenn auch nicht auf den letzten Metern.

Stellenmarkt
  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam
  2. Abicor Binzel Schweißtechnik Dresden GmbH & Co. KG, Dresden

Was Wössner nicht sagte, ist, dass auch beim Vectoring die beworbenen Geschwindigkeiten nur bei einer begrenzten Anzahl von Nutzern gelten: Je mehr Anwender verbunden sind, desto geringer ist die Datenrate. Und auch Glasfaser ist ein Shared Medium ab der Kopfstelle. "Der Unterschied zum Festnetz und dem Kabelnetz ist, dass sich an unseren Clustern fünf- bis zehnmal weniger Kunden einen Anschluss teilen", sagte ein Telekom-Sprecher Golem.de. Das mache die Stabilität besser und verringere die Schwankungen in der Geschwindigkeit deutlich.

Telekom: "Wir kämpfen dann mit einer Hand auf dem Rücken"

Wössner äußerte sich auch zur anstehenden Übernahme von Unitymedia durch Vodafone. "Wir freuen uns über Wettbewerb. Der muss aber fair sein." Unfair sei dies in Bezug auf den TV-Markt und die Wohnungswirtschaft. "Einer bekommt Einspeiseentgelte und wir müssen für den Content bezahlen, wie soll es da einen fairen Wettbewerb geben", klagte er. Es gebe millionenfach Exklusivverträge, weil der Kabelanschluss schon in der Miete schon beinhaltet sei und Satellitenschüsseln nicht angebracht werden dürften. Komme die Fusion von Vodafone und Unitymedia zustande, werde die Telekom mit einer auf den Rücken gebundenen Hand weiterkämpfen.

Unitymedia-Chef Lutz Schüler sagte, dass Vodafone für Unitymedia einen sehr guten Preis gezahlt habe. "Alles ist käuflich, es kommt nur auf den Preis an. Interessant ist das, was wir zusammen auf die Straßen bringen können." Das TV-Kabel habe sich in Deutschland in einer Hand befunden, sei in Stücke geschnitten worden, und es habe 18 Jahre gedauert, um daraus wieder eine starke Infrastruktur zu machen, betonte Schüler. Die Telekom stehe deshalb unter Druck, Glasfaser mit Gigabit-Datenraten anzubieten, was Unitymedia jetzt schon in Bochum und bald in Frankfurt könne.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 199,00€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Powerbanks ab 22,99€, Powerports ab 16,14€)
  3. (u. a. Mindecraft für 20,99€, Borderlands 2 GOTY für 6,99€, Call of Duty 8 - Modern Warfare 3...
  4. 449,94€ (bei Mindfactory.de)

bombinho 20. Jun 2018

Was ist das denn fuer ein verquerer Unfug, ISDN war der Hauptgrund fuer ATM. Sag mal...

PiranhA 20. Jun 2018

Fyi. Stellt sich raus, dass ein Nachbar sich bereits bei Unitymedia beschwert hatte und...

bombinho 15. Jun 2018

Nanu, hoere ich nicht immer wieder von Miilionen neuer Anschluesse obwohl die...

bombinho 14. Jun 2018

Uebrigens gibt es da noch einen wichtigen Anzeiger, der klar belegt, dass Du falscher...

Winchester 14. Jun 2018

Aber am DECIX ist die Telekom doch schon längst. Auf welchen Baum hast du die letzten...


Folgen Sie uns
       


Motorola One Vision - Hands on

Das zweite Android-One-Smartphone von Motorola heißt One Vision. Es hat eine 48-Megapixel-Kamera von Samsung, die vor allem auf gute Aufnahmen bei schwachem Licht optimiert wurde. Das Smartphone mit dem 7:3-Display kommt Ende Mai 2019 für 300 Euro auf den Markt.

Motorola One Vision - Hands on Video aufrufen
Android & Fido2: Der Traum vom passwortlosen Anmelden
Android & Fido2
Der Traum vom passwortlosen Anmelden

Windows Hello, Android und kleine bunte USB-Sticks sollen mit Webauthn das Passwort überflüssig machen. Wir haben die passwortlose Welt mit unserem Android Smartphone erkundet und festgestellt: Sie klingt zu schön, um wahr zu sein.
Von Moritz Tremmel

  1. Sicherheitslücken in Titan Google tauscht hauseigenen Fido-Stick aus
  2. Stiftung Warentest Zweiter Faktor bei immer mehr Internetdiensten verfügbar
  3. Zwei-Faktor-Authentifizierung Die Lücke im Twitter-Support

Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
  2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /