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Direktbank: Revolut-Kunden erhalten deutsche IBAN

Revolut will bald ein Tagesgeldkonto anbieten und verteilt vorerst an Neukunden eine deutsche IBAN. Bestandskunden folgen Monate später.
/ Ingo Pakalski
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Revolut verteilt deutsche IBAN an erste Bankkunden. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)
Revolut verteilt deutsche IBAN an erste Bankkunden. Bild: Dado Ruvic/Reuters

Die Direktbank Revolut beginnt diese Woche mit der Verteilung einer deutschen IBAN an Neukunden. Mit diesem Schritt will das Unternehmen erreichen, dass mehr Kunden das Revolut-Konto als primäres Bankkonto für den Alltag verwenden. Bisher erhalten Revolut-Kunden eine litauische IBAN.

Revolut hat nach eigener Aussage derzeit zwei Millionen Privatkunden in Deutschland. Diese sollen ab Dezember 2024 ebenfalls eine deutsche IBAN statt der bisherigen litauischen IBAN erhalten. Der Umstellungsprozess soll dabei schrittweise im Laufe des Jahres erfolgen. Bis wann alle Revolut-Kunden hierzulande eine deutsche IBAN haben werden, ließ das Unternehmen offen.

Mit der Bereitstellung einer deutschen IBAN will Revolut langfristig zu den führenden Online- und Direktbanken hierzulande werden. Das Unternehmen will bis 2026 fünf Millionen Privatkunden haben. Weltweit hat Revolut nach eigenen Angaben derzeit mehr als 45 Millionen Kunden.

Revoluts Zweigniederlassung unter deutscher Aufsicht

Revoluts Zweigniederlassung in Berlin ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert und verwaltet künftig die neu eröffneten Bankkonten. Auch die zur deutschen Zweigniederlassung übertragenen Konten werden dort verarbeitet.

Die Bankkonten unterliegen damit der Aufsicht durch die lokalen Aufsichtsbehörden (BaFin und Bundesbank). Die Kundeneinlagen sind weiterhin bis zu einer Höhe von 100.000 Euro durch den litauischen Einlagensicherungsfonds abgesichert.

Revolut plant Tagesgeldkonto

Irgendwann im Herbst 2024 will das Unternehmen Kunden ein Tagesgeldkonto anbieten. Auch damit will das Bankhaus erreichen, dass mehr Kunden das Revolut-Konto als Hauptbankverbindung verwenden. Das Tagesgeldkonto soll dann für bestehende Kunden sowie für Neukunden zu haben sein.

Das Tagesgeldkonto soll sich hinsichtlich der Konditionen am jeweils gültigen Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) orientieren. Dabei sollen die Verzinsung sowie die Auszahlung der anfallenden Zinsen täglich erfolgen. Zur Markteinführung sollen auch Bankkunden des kostenlosen Standardkontos das Tagesgeldangebot mit diesen Zinskonditionen für einen begrenzten Zeitraum erhalten, die konkrete Dauer ist nicht bekannt.

Tagesgeldkonto ist Bestandteil von Revolut Ultra

Das Tagesgeldkonto mit diesen Zinsbedingungen wird es langfristig nur für Kunden mit Ultra-Abostatus geben. Derzeit kostet das Abo Revolut Ultra(öffnet im neuen Fenster) monatlich 60 Euro, als Jahrestarif sind es 600 Euro.

Künftig will Revolut auch ETF-Sparpläne mit verschiedenen Sparintervallen anbieten. Diese Sparpläne sollen provisionsfrei sein, auch wenn alle kostenlosen Trades innerhalb des gebuchten Abonnements ausgeschöpft wurden. Die ETF-Sparpläne sollen sich jederzeit ohne zusätzliche Kosten pausieren oder kündigen lassen.

Im Sommer 2024 berichtete Golem.de von einem Fall, bei dem ein kostenpflichtiges Geschäftskonto von Revolut für mehrere Wochen gesperrt wurde . Der Kunde erfuhr nach eigener Aussage nie einen Grund für die Kontosperrung.


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