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Direct-to-Device: Deutsche Telekom schließt Bündnis mit Starlink

MWC 2025
In ihren europäischen Mobilfunknetzen arbeitet die Telekom künftig mit Starlink zusammen. In den USA läuft das bereits bei T-Mobile.
/ Achim Sawall
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Starlink Direct-to-Device (Bild: Starlink)
Starlink Direct-to-Device Bild: Starlink

Die Deutsche Telekom hat auch in Europa eine Zusammenarbeit bei der Mobilfunkversorgung per Satellit mit Direct-to-Device vereinbart. Das gab die Telekom am 2. März 2026 auf dem MWC in Barcelona bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Abdu Mudesir, Vorstand Product und Technology der Telekom, sagte, es gebe "Regionen, in denen der Ausbau aufgrund topografischer Gegebenheiten oder behördlicher Auflagen besonders komplex ist. Deshalb ergänzen wir unser Netz strategisch um Satellite-to-Mobile-Konnektivität."

Starlink werde "Satellite-to-Mobile-Konnektivität in zehn Ländern, für Millionen von Menschen bereitstellen" , sagte Stephanie Bednarek, Vice President Starlink Sales. "Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Europa, die Starlinks V2 Next-Generation Technologie einführt. Sie bringt Daten, Sprache und Messaging direkt auf das Mobiltelefon."

Der Dienst wird laut Telekom ausschließlich im MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) von Starlink betrieben. Die geplanten Direct-to-Device-Dienste ermöglichten es künftigen Smartphones, sich direkt mit den Satelliten zu verbinden. Das ist bei D2D in den USA bereits jetzt mit handelsüblichen Endgeräten möglich.

Warten bis 2028

Starlinks V2-Satellitenkonstellation der nächsten Generation wird erst im Jahr 2028 bereitstehen. Der Start des Dienstes ist für Anfang 2028 in mehreren europäischen Telekom-Mobilfunknetzen geplant, darunter Deutschland.

In den USA nutzt Starlink landesweit den G-Block im 1,9-GHz-Spektrum (PCS-Band) von T-Mobile US für die Kooperation bei Direct-To-Device. Starlink nutzt hier eigene Frequenzen, braucht also keine von der Telekom. "Wir nutzen Spektrum von Starlink" , sagte eine Telekom-Sprecherin Golem auf Anfrage. Dabei geht es um das MSS-Spektrum (Mobile Satellite Services), "dafür stehen in Europa spezielle Frequenz-Spektren zur Verfügung. Dafür gibt es jedoch noch keine Endgeräte, die das empfangen und 'verarbeiten' können" .

Neben der Internetversorgung mit seiner Starlink-Satellitenschüssel bietet das Unternehmen mit Evolved-Node-B-Modems in vielen seiner Satelliten eine direkte D2D-Versorgung für Smartphones.

Starlink entwickelte sich innerhalb von sechs Jahren zu einem LEO-Netzwerk mit 9.500 Satelliten. Doch nur rund 650 der Starlink-Satelliten wurden mit dem Mobilfunkmodem gebaut. Ziel sei es, schrieb Firmengründer Elon Musk am 2. Februar 2026 in einem Blogbeitrag von SpaceX, "langfristig überall auf der Erde Mobilfunkabdeckung zu bieten" .

Offenlegung: Die Reisekosten nach Barcelona und die Übernachtungen wurden von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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