Direct-to-Cell: Amazon wird Satellitennetz mit Mobilfunk verbinden
Amazon will mit seinem Starlink-Konkurrenten Project Kuiper auch Direct-to-Device (D2D) anbieten, also Satellitenverbindung für Mobilfunknutzer. Das hat Amazon der britischen Regierungsbehörde Ofcom mitgeteilt(öffnet im neuen Fenster) . Amazon erklärte, dass man "Optionen für D2D-Dienste prüft und versucht, die vielseitigsten technischen Lösungen für D2D-Angebote zu entwickeln" .
Der US-Konzern forderte die britische Regulierungsbehörde auf, "umfassende und flexible Regeln" zu erlassen, um Satellitendienste in dem Bereich zu entwickeln. Dazu gehöre auch, "D2D-Dienste auf allen Frequenzen zu ermöglichen" , die für bodengestützte Mobilfunknetze vorgesehen sind.
"Dadurch wird sichergestellt, dass ausreichend Spektrum zur Verfügung steht, um die erwartete große Anzahl von Endgeräten zu bedienen und so die wachsende Nachfrage nach D2D-Diensten zu decken" , hieß es weiter.
Starlink testet SMS-Aussendung nach Hurrikan Helene
D2D oder Direct-to-Cell verspricht im ersten Schritt eine schmalbandige Datenverbindung für SMS, etwa in Regionen ohne Mobilfunkversorgung. Später soll Sprachtelefonie folgen. Bislang gibt es dazu aber nur erste Tests von Starlink mit T-Mobile US und noch kein fertiges Produkt.
Der Dienst wurde nun aber bereits in Teilen von North Carolina aktiviert, wo der Hurrikan Helene große Zerstörungen angerichtet hatte. Helene war am 26. September in Florida auf Land getroffen und wurde mit der zweithöchsten Kategorie vier eingestuft. Durch den Tropensturm waren in den US-Bundesstaaten North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida, Tennessee und Virginia über 225 Menschen ums Leben gekommen, die meisten davon in North Carolina. In bergigen Gebieten Carolinas und Georgias wurden Straßen und Brücken weggespült, zahlreiche Gebäude beschädigt oder komplett zerstört, vielerorts kam die Telekommunikations- und Stromversorgung zum Erliegen.
Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hatte T-Mobile US und Starlink die Erlaubnis erteilt, in Teilen von North Carolina einen Direct-to-Cellular-Dienst anzubieten. "Obwohl die Direct-to-Cell-Konstellation von SpaceX noch nicht vollständig eingesetzt wurde, waren wir der Meinung, dass es eine wichtige Unterstützung sein kann, selbst diese frühe Testversion in die Hände der Menschen vor Ort zu geben, während Teams daran arbeiten, die Infrastruktur und Dienste wieder online zu bringen und den Ersthelfern bei den Rettungsbemühungen zu helfen" , erklärte T-Mobile US(öffnet im neuen Fenster) . Man habe von der FCC eine Sondergenehmigung (Special Temporary Authority, STA) für den Direct-to-Device-Dienst erhalten.
Die Satelliten "haben begonnen, Notfallwarnungen an Mobiltelefone in allen Netzwerken in North Carolina zu senden" , erklärte SpaceX in einem Post auf X. "Außerdem testen wir möglicherweise Textnachrichten (SMS) für die meisten Mobiltelefone im T-Mobile-Netzwerk in North Carolina." Direct-to-Cell von SpaceX sei noch nicht vollständig bereitgestellt.
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