Dingolfing: BMW steckt 400 Millionen Euro in die Produktion des iNext
BMW will den iNext in Dingolfing bauen und investiert 400 Millionen Euro in die Produktion(öffnet im neuen Fenster) des 2021 startenden Elektroautos. Dingolfing in Niederbayern ist der größte europäische Produktionsstandort des Konzerns.
Das Werk kann nach der Umrüstung auf einem Band vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Modelle mit Verbrennungsmotor bauen. "Mit den flexiblen Fertigungsstrukturen sind wir in unseren Werken bestmöglich für die unterschiedlichsten Marktanforderungen gerüstet", sagte Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic.
Zuletzt wurde im August 2019 die Produktion im Werk für vier Wochen unterbrochen, um verschiedene Neu- und Umbauten voranzutreiben. Das Werk wird auch auf die Produktion hochautomatisiert fahrender Fahrzeuge vorbereitet.
Der iNext soll auf einem Band im Mix mit dem 5er, 7er und 8er gefertigt werden und ist wie viele Elektroautos ein SUV. Mit einer Akkuladung soll das Auto 580 km (WLTP) weit kommen.
Die Karosserie soll in einer besonderen Fertigungstechnik gebaut werden: Beim Rotav-Verfahren (Rotationsverbinder) werden Aluminium und Stahl zusammengefügt und zwar so, dass sie nicht mehr getrennt werden können. Ein Stahlelement durchdringt dabei ein Aluminiumbauteil und verschmilzt durch die Reibungswärme mit diesem. Die Karosserie wird dann vermessen und gescannt, um Abweichungen zu erkennen, wobei automatisch gegen das CAD-Modell geprüft wird.
Vorderachsträger, das E-Getriebe und Achsen kommen aus dem Dingolfinger Komponentenwerk und dem Standort Niederviehbach. Auch der Hochvoltakku und der E-Motor kommen aus Dingolfing, wo künftig bis zu 2.000 Mitarbeiter langfristig im Bereich der E-Komponentenfertigung arbeiten sollen.

Weitere technische Daten oder Preise des iNext teilte BMW noch nicht mit.
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