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DigitalPaktD: Schul-Cloud soll Lerninhalte in Deutschland anbieten

Die Schul- Cloud ist Teil vom DigitalpaktD für die Schulen. Dafür müssten "in den Schulen lediglich Tastaturen und Monitore bereitgestellt werden" , erklärte das Ministerium.
/ Achim Sawall
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Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) (Bild: Hans-Joachim Rickel/BMBF)
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) Bild: Hans-Joachim Rickel/BMBF

Das Bundesbildungsministerium fördert eine Schul-Cloud, die Schulen Lern- und Arbeitsumgebungen sowie Lerninhalte wie offene Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen soll. Das gab das Ministerium am 12. Oktober 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Schul-Cloud soll in Zusammenarbeit mit den Bundesländern und dem Hasso-Plattner-Institut entstehen.

In einem länderübergreifenden Pilot-Forschungsvorhaben sollen Schulen aus dem MINT-EC-Netzwerk, einem Verbund naturwissenschaftlich-mathematischer Gymnasien, auf eine zentrale Schul-Cloud zurückgreifen können. "Dort werden schulische Hard- und Software zentral betrieben, administriert und gewartet – in den Schulen müssen lediglich Tastaturen und Monitore bereitgestellt werden" , erklärte das Ministerium.

Schul-Cloud in 200 Gymnasien getestet

Eine Konzeptstudie soll im Rahmen eines Pilotprojekts an Schulen aus dem MINT-EC-Netzwerk in der Praxis erprobt werden. Der Test soll in 200 Gymnasien laufen.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte das Fünf-Milliarden-Programm des Bundes für die Digitalisierung an Schulen heute vorgestellt. Das Ministerium bietet an, über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund fünf Milliarden Euro die rund 40.000 Grundschulen, weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen in Deutschland mit digitaler Ausstattung wie Breitbandanbindung, WLAN und Geräten zu versorgen.

"Fünf Milliarden Euro, die für die Schulen zur Verfügung stehen sollen, sind eine beträchtliche Summe Geld. Umso unverständlicher ist es, dass offensichtlich Förderschulen davon nicht profitieren sollen. Hier offenbart sich erneut ein von Ausgrenzung bestimmtes Bildungsverständnis der Bundesregierung" , sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Rosemarie Hein. Sie betonte, zu einer funktionierenden digitalen Infrastruktur gehöre auch ihre dauerhafte Wartung und ständige Erneuerung, die die Ministerin den Ländern überlassen wolle. Ein Programm ohne eine solche Dimension würde sich schon nach wenigen Jahren entwerten.


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