• IT-Karriere:
  • Services:

DigitalPaktD: Schäuble gibt keine Milliarden für Schuldigitalisierung

Rüstung statt schneller Internetanbindung, WLAN-Hotspots und Computern für unsere Schulen: Schäuble lässt Bildungsministerin Wanka hängen.

Artikel veröffentlicht am ,
Kinder bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam
Kinder bei einem IT-Wettbewerb von Liberty Global in Amsterdam (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Der von Bildungsministerin Johanna Wanka groß angekündigte Digitalpakt von Bund und Ländern für Schulen und Berufsschulen "hängt erst einmal finanziell in der Luft". Das gab die SPD-Bundestagsfraktion am 15. März 2017 bekannt. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) "gibt Wanka kein Geld für Digitalisierung der Schulen", erklärte Swen Schulz, zuständiger Berichterstatter der SPD.

Stellenmarkt
  1. energy & meteo systems GmbH, Oldenburg
  2. über Hays AG, Baden-Württemberg

Schäuble plane ab dem Jahr 2018 deutlich steigende Verteidigungsausgaben und sinkende Ausgaben für Bildung und Forschung. Dies ergebe sich aus dem heute im Kabinett verabschiedeten Eckwerte-Beschluss, sagte Schulz.

Wanka hatte im Oktober erklärt, der Bund werde mit dem Plan DigitalpaktD in den kommenden fünf Jahren alle rund 40.000 Schulen in Deutschland eine schnelle Internetanbindung, WLAN-Hotspots und Computer zur Verfügung stellen. Dafür werde die Bundesregierung fünf Milliarden Euro bereitstellen. "Die Ministerin erweist sich leider als unambitioniert und wenig durchsetzungsfähig", erklärte Schulz.

Lehrer beklagen schlechte IT-Ausstattung

An den Schulen gibt es weiterhin zu wenig PCs, Notebooks und Tablets. Jeder dritte Lehrer in der Sekundarstufe 1 bewertet die Verfügbarkeit der Geräte als mangelhaft oder ungenügend. Das ergab eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom und des Lehrerverbandes Bildung und Erziehung (VBE) vom Dezember 2015. Die Schulen sind für Tablets bisweilen auf Spenden aus der Wirtschaft angewiesen.

Jeder zweite Lehrer (48 Prozent) würde laut einer Bitkom-Umfrage vom Januar 2016 gerne öfter digitale Medien im Unterricht einsetzen, doch dies scheitert am häufigsten an fehlenden Geräten (43 Prozent).

Nachtrag vom 16. März 2017, 9:51 Uhr

Das Geld für den Digitalpakt müsse in den Haushalt noch eingestellt werden, erklärte das Bildungsministerium. Wanka hatte gesagt: "Wir wollen die Ausstattung der Schulen mit digitaler Infrastruktur unterstützen, wenn die Länder mitziehen." Klar sei: "Man kann keine Bund-Länder-Vereinbarung bis zum Sommer aushandeln, dafür ist der Vorgang zu komplex. Wichtig ist, dass Bund und Länder sich soweit verständigen, dass man in neuen Koalitionsverhandlungen die entsprechenden Mittel für einen Digitalpakt einwerben kann. Ohne grundsätzliche Verständigung hat man beim Finanzminister keine guten Argumente." Wie hoch die Summe dann ausfalle und in welchen Jahrestranchen sie fällig werde, werde man "dann sehen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ghostrunner für 11,99€, Planet Zoo - Deluxe Edition für 18,99€)
  2. mit 81,90€ neuer Bestpreis auf Geizhals
  3. (u. a. G403 Hero Gaming-Maus für 44€, G703 Hero für 66€, G513 mechanische Gaming-Tastatur...

Anonymer Nutzer 21. Mär 2017

Mit einem Taschenrechner alleine kann nichts anfangen, wer selten schriftlich etwas...

angelo_noir 19. Mär 2017

In Bildung investieren heißt, in Zukunft zu investieren! Da man oben aber beschlossen...

Anonymer Nutzer 16. Mär 2017

Ich sehe in Sport ein Pflichtfach, doch aber nicht in Kunst und Religionsunterricht...

Oldy 16. Mär 2017

Nein das war kein Sarkasmus und ich finde es gut, will man nicht, dass schon in der...

LokiLokus 16. Mär 2017

Es gibt da so einen schönen Spruch: Nichts ist so teuer wie Bildung, außer an Bildung zu...


Folgen Sie uns
       


Resident Evil Village - Fazit

Im Video stelle Golem.de die Stärken und Schwächen des Horror-Abenteuers Resident Evil 8 Village vor.

Resident Evil Village - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /