Abo
  • Services:

Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug

Wenn Jonas Pfeil ein Panorama aufnimmt, stellt er nicht Kamera, Stativ und Panoramakopf auf, sondern wirft einen Ball in die Höhe. Um das Panorama anschließend zu betrachten, hantiert er mit einem Tablet. Der Berliner hat Golem.de seine Entwicklung erklärt.

Artikel veröffentlicht am ,
Panoramballkamera Panono: herausfinden, wie man ein Massen-Consumer-Produkt baut
Panoramballkamera Panono: herausfinden, wie man ein Massen-Consumer-Produkt baut (Bild: Fabian Hamacher/Golem.de)

Das müsste auch einfacher gehen, dachte sich Jonas Pfeil 2007, als er auf der Insel Tonga die traumhafte Südseekulisse rundherum fotografierte. Einfacher als erst das Stativ aufzubauen, den Panoramakopf und eine Kamera zu montieren. Dann Einzelfotos zu machen - je nach Bildausschnitt und Brennweite bis zu einer dreistelligen Anzahl an Bildern. Die Fotos schließlich am Computer zu montieren - etwa mit einer Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop oder mit einer speziellen Software. Warum nicht einfach eine Kamera in die Luft werfen und damit die komplette Szenerie erfassen?

Inhalt:
  1. Digitalkamera: Panono macht Panoramen im Flug
  2. Erfolg durch Youtube-Video
  3. Montage auf einem Cloud-Server

Zwei Jahre später kramte er diese Idee wieder hervor, als er ein Thema für seine Diplomarbeit in technischer Informatik brauchte, und machte sich an die Arbeit. Inzwischen hat Pfeil eine solche Kamera: Panono. Sie ist eine etwa Handball-große, grüne Kugel, in der 36 Kameras stecken.

Pfeil wirft sie senkrecht in die Luft, und am Scheitelpunkt der Flugbahn schießen alle Kameras gleichzeitig ein Bild. Das wird zu einem sphärischen Panorama zusammengesetzt, in dem der Betrachter sich wie im Innern einer Hohlkugel drehen kann. "Ich fange das gesamte Bild ein, in alle Richtungen. Später kann ich mich wieder dahin versetzen und mich umschauen", erklärt der Berliner im Gespräch mit Golem.de.

Alternativen, die nicht überzeugen

Damit setzt sich Pfeil von anderen Lösungen für Panoramen ab, von denen es viele gibt - Panoramen sind in Mode gekommen, die Unlust am Aufwand ist geblieben. Viele Kameras und Smartphones haben deshalb inzwischen eine Panoramafunktion. Google bietet die Android-App Photosphere sowie den gleichnamigen Onlinedienst, um sphärische Panoramen zu montieren.

Stellenmarkt
  1. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  2. Robert Bosch GmbH, Reutlingen

Der japanische Elektronikkonzern Ricoh hat im vergangenen Jahr die Kamera Theta vorgestellt. Sie hat zwei einander gegenüberliegende Fischaugenobjektive, mit denen sie sphärische Panoramen aufzeichnet.

Die Ergebnisse sind aber nicht unbedingt überzeugend: Wird die Kamera aus der Hand ausgelöst, ist der Fotograf stets ziemlich groß im Bild. Im Vordergrund gibt es meist Montagefehler. Außerdem liefert die Kamera nur flache Bilder, keine virtuelle Hohlkugel. Anders Panono.

Erfolg durch Youtube-Video 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 4,25€

MarkusXXX 26. Apr 2014

SIMD haben die ARMs ebenfalls. Es ist leider nicht so einfach vernünftige Vergleiche zu...

Abakus 24. Apr 2014

Backer bei Crowdfundingprojekten sind im weitesten Sinne Spender, die (wenn alles gut...

187inVINCEable 23. Apr 2014

Die Kameras sind in einem 'Feld' angeordnet, wodurch sie es ermöglichen eine (nahezu...

Manekineko 22. Apr 2014

Danke, den kannte ich auch noch nicht. Wäre interessant ob es nicht eine günstige...

spagetti_code 22. Apr 2014

Stereoskopisch geht, man braucht nur genug überlappung zwischen den Einzelbildern...


Folgen Sie uns
       


Ark Survival Evolved für Smartphones - angespielt

Wir spielen Ark Survival Evolved auf einem Google Pixel 2.

Ark Survival Evolved für Smartphones - angespielt Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /