Erfolg durch Youtube-Video

2011 war die Kamera fertig, und ihr Konstrukteur wurde eingeladen, sie auf der Konferenz Siggraph Asia vorzustellen. Zu dem Anlass veröffentlichte er auf der Plattform Youtube das Video eines Panoramas. Die Reaktion war immens: über drei Millionen Abrufe - und Anfragen wie "Wie viel kosten 20 Kameras mit Versand ins Ausland?", erzählt Pfeil. "Wenn es so viele Leute haben wollen, war klar: Wir müssen sie bauen. Dann müssen wir herausfinden, wie man ein Massen-Consumer-Produkt baut."

  • Jonas Pfeil mit der Panoramaballkamera Panono (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • Der große grüne Ball ist der funktionsfähige Prototyp. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • So soll die Kamera aussehen, wenn sie voraussichtlich Ende 2014 erhältlich sein wird. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
  • So einfach gehts: Der Ball wird in die Luft geworfen, und am Scheitelpunkt nehmen alle 36 Kameras gleichzeitig ein Bild auf, das später zu einem Panorama montiert wird. (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
Jonas Pfeil mit der Panoramaballkamera Panono (Foto: Fabian Hamacher/Golem.de)
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Also gründete Pfeil zusammen mit zwei Kommilitonen das Unternehmen Panono, das inzwischen auf zwölf Mitarbeiter angewachsen ist. Ende vergangenen Jahres stellte das Unternehmen die Kamera auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo ein. Die Kampagne verlief recht erfolgreich: Rund 2.000 Kameras wurden vorbestellt. Statt der beabsichtigten 900.000 US-Dollar kamen über 1,25 Millionen US-Dollar zusammen.

3D-Druck und Schaumstoff

Pfeil hantiert mit zwei Bällen: Der große ist der funktionsfähige Prototyp, mit dem er die Technik vorführt. Er hat ein Kunststoffgehäuse, das mit einem 3D-Drucker gebaut und dann mit grünem Schaumstoff überzogen wurde. Der dämpft den Aufprall, falls der Panoramafotograf die Kamera mal nicht auffangen sollte - um die Elektronik zu schützen, aber auch den Unglücklichen, der gerade in der Flugbahn steht.

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Der kleinere ist ein Designmodell: eine 11 Zentimeter große Kugel aus einem durchsichtigen Kunststoff mit kleinen Dellen, die ein wenig wie ein überdimensionierter Golfball aussieht. Über die Kugel verlaufen drei grüne Bänder, die sich an zwei Polen treffen. In der Kugel werden ebenfalls 36 Kameras sitzen, mit einer Auflösung von je 3 Megapixeln. Es sind die gleichen, die als Frontkamera in aktuellen Smartphones oder Tablets stecken. Frontkameras deshalb, weil diese ein Fixfokusobjektiv haben. Damit sei sichergestellt, dass die Kameras in alle Richtungen scharfe Bilder aufnähmen, sagt Pfeil. Die Kombination aus Fixfokusobjektiv und dem kleinen Kamerasensor ergibt eine große Tiefenschärfe.

Neues Innenleben

Neben den Kameras stecken in dem Ball noch ein Akku, der über eine USB-Schnittstelle geladen wird, und ein Flash-Speicher, auf den mindestens 400 Panoramen passen. Hinzu kommen noch ein Funkchip, eine Sensorik und die Kameraelektronik. Das Innenleben habe ganz neu entwickelt werden müssen, damit es in den in kleineren Ball passe, erzählt Pfeil.

Die Bedienung der Kameras ist einfach. Wegen der Fixfokusobjektive erübrigt sich das Einstellen. Der Fotograf drückt den Auslöser, oder er wirft die Kamera in die Höhe. Ein Sensor registriert, mit welcher Anfangsgeschwindigkeit die Kamera die Hand verlässt. Daraus errechnet die Kamera, wann sie den höchsten Punkt erreicht, und stellt den Zeitauslöser entsprechend ein.

Sind die Bilder aufgenommen, erfolgt die Montage der Einzelbilder zu einem Panorama, das Stitching.

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 Digitalkamera: Panono macht Panoramen im FlugMontage auf einem Cloud-Server 
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MarkusXXX 26. Apr 2014

SIMD haben die ARMs ebenfalls. Es ist leider nicht so einfach vernünftige Vergleiche zu...

Abakus 24. Apr 2014

Backer bei Crowdfundingprojekten sind im weitesten Sinne Spender, die (wenn alles gut...

187inVINCEable 23. Apr 2014

Die Kameras sind in einem 'Feld' angeordnet, wodurch sie es ermöglichen eine (nahezu...

Manekineko 22. Apr 2014

Danke, den kannte ich auch noch nicht. Wäre interessant ob es nicht eine günstige...



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