Abo
  • IT-Karriere:

Digitalkamera: Neuer Sensor nimmt Bilder bei wenig Licht auf

Wissenschaftler aus Singapur haben einen Chip aus Graphen entwickelt, der deutlich lichtempfindlicher ist als heute erhältliche Kamerachips. Er kann zudem Bilder nicht nur im sichtbaren Bereich des Lichts aufnehmen, sondern auch im Infrarotspektrum.

Artikel veröffentlicht am ,
Wang Qijie mit dem Graphen-Chip: weniger Leistungsaufnahme
Wang Qijie mit dem Graphen-Chip: weniger Leistungsaufnahme (Bild: Nanyang Technological University)

Bessere Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen verspricht ein neuartiger Kamerasensor, den Forscher der Nanyang Technological University (NTU) in dem asiatischen Stadtstaat Singapur entwickelt haben. Er soll viel lichtempfindlicher sein als heutige Kamerasensoren und weniger Leistung aufnehmen.

Stellenmarkt
  1. Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Wiesbaden
  2. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim

Der Chip besteht aus Graphen, einem zweidimensionalen Kohlenstoff, bei dem die Atome in bienenwabenartigen Strukturen angeordnet sind. Die Forscher um Wang Qijie haben auf einer Graphen-Lage Nanostrukturen, sogenannte Quantenpunkte (Graphene Quantum Dot, GQD), erzeugt, indem sie zuerst Titan aufbrachten und zum Teil wieder wegätzten, so dass die GQD stehenblieben.

Elektronenfalle

Die GQD dienen als Falle, die durch Licht erzeugte Elektronen einfangen. Die Elektronen werden länger festgehalten, erklären die Forscher, wodurch ein stärkeres elektrisches Signal erzeugt wird. Die elektrischen Signale des Chips werden dann zu einem Bild verarbeitet.

Ihr Sensor sei um den Faktor 1.000 lichtempfindlicher als ein Sensor, wie er heute in Digitalkameras verbaut werde, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Nature Communications. Außerdem soll er weniger elektrische Energie aufnehmen. Weiterer Vorteil: Der Chip fängt nicht nur sichtbares Licht ein, sondern auch noch infrarotes. Er eigne sich deshalb auch für Infrarotkameras, Verkehrsüberwachungs- und Satellitenkameras.

Der Sensor könne auch einfach in Serie gefertigt werden, sagt Wang. Ihre Technik lasse sich in die herkömmliche Produktion von CMOS-Chips integrieren.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 349,00€

JohnMöglich 11. Jun 2013

Bei diesem Sensor geht es um Mid-IR und nicht um NIR (das können CCD und CMOS). Für MID...

SoniX 05. Jun 2013

!! Danke für den Lacher. :-D

Chuzam 04. Jun 2013

Der Faktor ist ja auch nicht das Problem, sondern der Vergleichswert.

dsleecher 04. Jun 2013

Die meisten Kamerasensoren (CCD und CMOS) sind im nahen Infrarotspektrum empfindlich. Das...

mambokurt 04. Jun 2013

Das Gewese darum verstehe ich nicht so ganz, quasi alle Fotochips sind empfindlich im...


Folgen Sie uns
       


ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich

Wir haben Microsofts Surface Headphones und die Jabra Elite 85h bei der ANC-Leistung verglichen. Für einen besseren Vergleich zeigen wir auch die besonders leistungsfähigen ANC-Kopfhörer von Sony und Bose, die WH-1000XM3 und die Quiet Comfort 35 II.

ANC-Kopfhörer im Lautstärkevergleich Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Navi 14 Radeon RX 5600 (XT) könnte 1.536 Shader haben
  2. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  3. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt

    •  /