Digitalisierung in Betrieben: Nicht die Technik macht den Wandel

Fünf Kernkomponenten entscheiden einer Fraunhofer-Studie zufolge über Erfolg oder Misserfolg der Digitalisierung in Unternehmen. Eine wichtige: Ausprobieren.

Ein Bericht von Peter Ilg veröffentlicht am
Digitalisierung in Betrieben: Nicht die Technik macht den Wandel
(Bild: Pixabay)

Wie ändern sich durch die Nutzung digitaler Werkzeuge die Arbeitskultur und -prozesse in Unternehmen und deren Geschäftsmodelle? Und welche Voraussetzungen müssen kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland betriebsintern schaffen? Das hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO im Auftrag der Bertelsmann Stiftung untersucht. Aus den Antworten der befragten Unternehmen können andere Betriebe lernen.

Inhalt:
  1. Digitalisierung in Betrieben: Nicht die Technik macht den Wandel
  2. Die Komponenten der Digitalisierung
  3. Digitalisierung braucht mehr Führung, weniger Führer

Das Hauptergebnis: Nicht die Technik mache den Wandel, sondern der Mensch, der die Technik nutze. "Unsere Erkenntnisse aus den letzten Jahren decken sich mit den Studienergebnissen", sagt Thomas Voigt, Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation der Otto Group.

Einmal Change, immer Change

Um herauszufinden, wie die digitale Transformation in den Betrieben gelingen kann, liegt der Fokus der Studie (PDF) auf dem Prozess der Umsetzung. "Die Annahme, dass Betriebe hier an ganz unterschiedlichen Stellschrauben ansetzen und dabei mit individuellen Herausforderungen konfrontiert sind, hat sich im Verlauf unserer Forschungsphase bestätigt", sagt die Arbeitswissenschaftlerin Josephine Hofmann vom IAO.

Diese unterschiedlichen Herangehensweisen, im jeweiligen Tempo, Umsetzungsgrad und Aufwand machen die Ergebnisse spannend im Hinblick darauf, von anderen zu lernen und einen eigenen Transformationspfad zu entwickeln oder diesen kritisch zu hinterfragen. Eine wesentliche Erfahrung aller Unternehmen ist: Wer einmal erfolgreich eine Veränderung herbeigeführt hat, kann beim nächsten Mal auf das vorhandene Wissen aufbauen und kommt somit schneller ans Ziel.

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Die Arbeitswissenschaftler vom IAO haben nicht theoretisch gearbeitet, sondern die Situation in 15 Unternehmen untersucht, indem sie mit den Entscheidern sprachen. Die Firmen sind aus unterschiedlichen Branchen und verschieden groß. Unterstützt hat die Studie die Otto Group. Viele kennen noch den dicken Katalog des Versandhändlers aus Hamburg, der heute als Best-Practice für einen erfolgreichen digitalen Wandel eines Unternehmens gilt, hin zum Online-Warenhaus.

In den Gesprächen mit den Firmen zeigte sich, dass fünf Kernkomponenten den Prozess der digitalen Transformation ausmachen: Wer fängt sie an, wie wird sie vorangetrieben, welche Auswirkungen hat sie, was fördert und hindert sie und wie geht es weiter? Der Reihe nach.

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Die Komponenten der Digitalisierung 
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