Digitalisierung braucht mehr Führung, weniger Führer

In dem 40-Köpfe-Unternehmen gibt es nur noch fachliche Führung. "In den Teams gibt es immer einen mit Expertenwissen oder jemanden, der die Zügel in die Hand nimmt", sagt Rimmelspacher. Fachkompetenz wiege viel mehr als Hierarchie, weil Leader immer die notwendige Kompetenz hätten. "Wir brauchen mehr Führung als früher, aber weniger Führer." Diese Organisationsform funktioniere ganz wunderbar. Damit die langfristige Entwicklung der Mitarbeitenden nicht verloren geht, hat jeder einen Mentor, Geschäftsführer inklusive.

4. Was ist förder-, was hinderlich?

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Wie alle Veränderungen braucht auch die Digitalisierung einen fruchtbaren Boden, auf dem sie gedeihen kann. "Die Ergebnisse aus unserer Studie zeigen, dass eine ausgeprägte Experimentierfreude, kombiniert mit einem strukturierten und lernorientierten Umgang mit Fehlern, eine unentbehrliche Voraussetzung darstellt, um die digitale Transformation erfolgreich durchzusetzen", sagt die Arbeitswissenschaftlerin Hofmann. Insbesondere das Ausprobieren an möglichst vielen und unterschiedlichen Stellen führt zu Erfolgserlebnissen bei den Mitarbeitenden, auch wenn einige Maßnahmen scheitern.

Lernen kann man aber nicht nur aus Fehlern. Positive Erfahrungen im Umgang mit Veränderungen wirken sich ebenso positiv auf die Durchführung weiterer Veränderungsprozesse aus, indem sie stolz machen und Zuversicht erzeugen. In Zeiten von Veränderungen ist es extrem wichtig, über Erfolge zu berichten und diese gemeinsam zu feiern. Damit wird eine positive Arbeitsmoral aufgebaut und aufrechterhalten. Veränderung braucht insgesamt viel Kommunikation.

Die Betriebe sind jedoch auch mit Hürden konfrontiert, die hinderlich sind. Teilweise fehlen die finanziellen und personellen Ressourcen für die Umsetzung der Digitalisierung. Die Umstellung auf neue Produkte und Arbeitsweisen und schließlich auf eine neue Denkart ist für die meisten Beschäftigten schwierig zu bewältigen. Vor allem, wenn der Wandel schnell gehen soll und zu viele Themen auf einmal zusammenkommen. Veränderung braucht Geschwindigkeit, sonst dehnt sie sich wie Kaugummi. Jedes vierte Unternehmen bemängelt das Tempo, mit dem die Veränderungen vollzogen werden.

5. Wie geht die digitale Transformation weiter?

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Dreh- und Angelpunkt der befragten Unternehmen zur Veränderung ist der Wunsch, sich für die Zukunft gut aufzustellen. Den meisten Führungskräften und Mitarbeitenden fehlt es an vielfältiger Anwendungserfahrung, um als Experte auf neue Situationen reagieren und Lösungsansätze finden zu können. "Und um das zu erreichen, hilft nur eins: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren", sagt Hofmann. Probieren hilft bei der Digitalisierung mehr als zu studieren. Und wie es weitergeht: Digitalisierung hört nie auf! Darin waren sich alle Beteiligten einig.

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 Die Komponenten der Digitalisierung
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