Die Komponenten der Digitalisierung

1. Wer ist der Auslöser?

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Der Treiber für Veränderung ist nicht die IT, auch nicht HR oder PR, es ist die oberste Führungsebene, die den Prozess anstößt. Mit der Haltung der Geschäftsführung steht und fällt der Start. Einige größere Betriebe setzen einen Chief Digital Officer ein, der für die digitale Transformation verantwortlich ist. So ist das Thema auf der obersten Ebene verankert - mit der Gefahr, dass der Geschäftsführer Digitalisierung nicht mehr als Aufgabe und Verantwortlichkeit für den Betrieb betrachtet. Delegieren bedeutet mitunter aus den Augen, aus dem Sinn. Der Auslöser für den Start des Digitalisierungsprozesses liegt oft im persönlichen Einflussbereich, etwa der eigenen Kinder oder Enkel, die als Digital Natives den Umgang mit digitalen Medien vorleben.

2. Wer treibt den Prozess an?

In der Ausgestaltung neuer Arbeitsformen macht sich der Effekt der Betriebsgröße bemerkbar. In Unternehmen bis zu 100 Mitarbeitenden ist es möglich, mit einem definierten Starttermin über alle Ebenen und Abteilungen hinweg die Arbeitsweise quasi über Nacht umzustellen. Größere Betriebe benötigen ein Vielfaches länger an Zeit, um die Prozesse neu auszurichten. Die meisten dieser großen Unternehmen probieren die digitalen Arbeitsweisen in kleinen Einheiten aus. Von dort aus verbreiten sie sich dann multiplikativ.

3. Welche Auswirkungen gibt es?

Ob Produkte, Prozesse oder die Organisationsform: Die digitale Transformation hat erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Betrieb. Üblicherweise betrifft sie in einer ersten Welle die Technisierung, die Umstellung von Produkten und Dienstleistungen vom Analogen zum Digitalen. Die meisten der befragten Betriebe haben diesen Teil bereits erfolgreich gemeistert. Diesen Teil bezeichnen die Arbeitswissenschaftler des IAO als Digitalisierung vor dem Vorhang.

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In einer zweiten Welle folgt die hinter dem Vorhang. Sie spielt sich in Form von Flexibilisierung und Optimierung der internen Arbeitsabläufe und Schnittstellen ab. Angetrieben ist sie meist von dem Wunsch, die Kundenbedürfnisse immer schneller und besser erfüllen zu können.

Diese zweite Welle bauen die Firmen derzeit auf. Dabei zeigt sich, dass sie ein tiefgreifender und komplexer Prozess ist, der eine Veränderung in den Arbeitsweisen und Führungsrollen mit sich bringt. Als gegenläufige Entwicklung zur Zentralisierung von Daten nehmen die Betriebe eine Tendenz zur Dezentralisierung von Verantwortung und Entscheidungsbefugnissen wahr. Was ganz gut ist: Eine größere Transparenz durch zentralisierte Daten ermöglicht einerseits eine breitere Partizipation durch die Mitarbeitenden und sie stellt zugleich sicher, dass alle am gleichen Strang ziehen.

In kleinen, IT-nahen Betrieben, führt Digitalisierung meistens zu einem Abbau des mittleren Managements. Abteilungen werden aufgelöst und durch crossfunktionale Teams ersetzt. Nach welchen Arbeitsweisen, mit welchen Tools und mit welchen Rollen im Team gearbeitet wird, entscheiden die Teammitglieder selbst. "Disziplinarische Führung gibt es bei uns nicht mehr", sagt Sven Rimmelspacher, geschäftsführender Gesellschafter des Softwareunternehmens Pickert und Partner.

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 Digitalisierung in Betrieben: Nicht die Technik macht den WandelDigitalisierung braucht mehr Führung, weniger Führer 
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