Digitalisierung: Encyclopædia Britannica stellt Printausgabe ein

Die Encyclopaedia Britannica druckt keine Bücher mehr: Nach über 200 Jahren wird das Lexikon auf eine digitale Erscheinungsweise umgestellt.

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Künftig kein Papier mehr: Titelseite der ersten Ausgabe der Britannica
Künftig kein Papier mehr: Titelseite der ersten Ausgabe der Britannica (Bild: Public Domain)

Es ist der Sieg von Wikipedia und anderen digitalen Enzyklopädien: Nach 244 Jahren stellt die traditionsreiche Encyclopædia Britannica (EB) ihre gedruckte Ausgabe ein. Wenn die Vorräte verkauft sind, werden keine neuen Bücher mehr gedruckt, hat der Verlag angekündigt.

Wissen verbreiten

"Trotz unserer langen Geschichte der gedruckten Ausgaben möchte ich darauf hinweisen, dass kein einzelnes Medium, weder Bücher noch Bits, den Kern unserer Mission darstellt. Das Ziel ist es, eine zuverlässige, aktuelle und gelehrte Quelle des Wissens und der Bildung für die breite Öffentlichkeit zu sein", erklärte EB-Chef Jorge Cauz. Dieses Ziel werde auch "in 200 Jahren noch wichtig und relevant sein, und die Menschen, die sich ihm verpflichtet fühlten, würden die beste verfügbare Technik einsetzen, um es zu erreichen".

Die Britannica werde künftig als Onlineausgabe sowie auf mobilen Geräten als App zur Verfügung stehen. Durch die Digitalisierung könne die Britannica immer auf dem neuesten Stand gehalten und zudem ausgebaut werden. Das in digitaler Form gesammelte Wissen passe gar nicht in die 32 Bände des gedruckten Lexikons, sagte Cauz.

Eine Woche kostenlos

"Wir wissen, dass viele das Ende der gedruckten Ausgabe bedauern. Aber bei der Britannica ging es uns stets darum, den Nutzern die Inhalte auf die Weise zur Verfügung zu stellen, die sie wollen und am effektivsten nutzen können", kommentierte EB-Chefredakteur Dale Hoiberg die Umstellung auf die digitale Erscheinungsweise. Anlässlich derer öffnet die Britannica ab 13. März 2012 eine Woche lang ihre Onlineausgabe, die in dieser Zeit kostenlos genutzt werden kann.

Die erste Encyclopædia Britannica erschien als dreibändige Ausgabe 1768 in Edinburgh. Seit 1985 gibt es das Lexikon in 32 Bänden. Vier Jahre später hat der Verlag erstmals eine digitale Ausgabe auf CD-ROM herausgegeben. Zu den Autoren gehören viele namhafte Intellektuelle und Nobelpreisträger.

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