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Digitalisierung: Digitale Brieftasche D-you startet im Januar 2027

Die Bundesregierung startet im Januar 2027 die digitale Brieftasche D-you für Personalausweis und Führerschein.
/ Nils Matthiesen
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Die staatliche Wallet D-you startet im Januar. (Bild: bmds)
Die staatliche Wallet D-you startet im Januar. Bild: bmds

Die Bundesregierung plant den Start der staatlichen digitalen Brieftasche D-you für Januar 2027(öffnet im neuen Fenster). Wie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) auf einer Pressekonferenz mitteilte, sollen Bürger darin zunächst ihren Personalausweis digital speichern können. Der Führerschein soll erst zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Einsatzbereiche und Ökosystem

Zum Start soll die Anwendung unter anderem einen Altersnachweis, den rechtssicheren Abschluss von Verträgen und die Eröffnung eines Bankkontos ermöglichen. Weitere Verwaltungsleistungen sollen nach und nach folgen. Das Ministerium strebt den Aufbau eines Ökosystems an, das neben Verwaltungsleistungen private Geschäftsmodelle einbindet.

Zu den rund 40 beteiligten Partnern gehören Unternehmen und Institutionen wie die Deutsche Post, Eon, Rossmann, Vodafone, die Arbeitsagentur, die Rentenversicherung sowie mehrere Universitäten. Ab dem 2. Januar 2027 sollen Anwendungen für Alterssichtprüfungen, den rechtssicheren Vertragsabschluss und Kontoeröffnungen bereitstehen.

Sicherheitsfragen und bisherige Akzeptanz

Im Jahr 2021 scheiterte die Einführung eines digitalen Führerscheins unter dem damaligen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) an Sicherheitsbedenken. Auch bei der aktuellen Wallet gibt es Kritik an der Sicherheitsarchitektur. Laut Berichten des Tagesspiegels(öffnet im neuen Fenster) wurden Bedenken von Stellen wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Akzeptanz digitaler Ausweisdokumente ist in Deutschland bislang gering. Obwohl die Onlinefunktion des Personalausweises seit mehr als 15 Jahren existiert und für Dienste wie Auskünfte in Flensburg, Rentenabfragen oder Bankidentifikationen nutzbar ist, verwendete laut eGovernment Monitor der Initiative D21(öffnet im neuen Fenster) bisher erst ein Viertel der Bevölkerung diese Funktion.


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