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Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.

Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel veröffentlicht am
In den 1940er Jahren war das Fax eine tolle Sache.
In den 1940er Jahren war das Fax eine tolle Sache. (Bild: Keystone/Hulton Archive/Getty Images)

Wenn ich im Bekanntenkreis erzähle, dass einige Firmen noch von einem Faxgerät abhängig sind, werde ich gerne als Komiker abgestempelt. Oder wenn ich von E-Mail-Posteingängen mit über 800 ungelesenen Nachrichten berichte und von Prozessen, die so starr sind wie zu Kaiserzeiten. Doch für mich ist das die harte Realität.

Ich mache bei meiner Arbeit als Projektmanager für große und kleine Unternehmen fast täglich die Erfahrung, dass Digitalisierung ein Management-Buzzword ist, in der Praxis aber nur schleppend vorangeht. Viele Unternehmen sind in den vergangenen Jahren untätig gewesen. Einige können zwar Fortschritte vorweisen, die großen Veränderungen bleiben jedoch aus.

Es ist also kein Wunder, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung der Infrastruktur auf abgeschlagenen Plätzen liegt. Natürlich können viele Gründe dafür bei Versäumnissen der Bundesregierung gesucht werden. Doch auch die Unternehmen selbst sind mitverantwortlich. Die Unternehmensberatung Accenture hat herausgefunden, dass vier von fünf Digitalisierungsprojekten abgebrochen werden oder erfolglos sind. Und das, obwohl über 80 Prozent der Mitarbeiter der Digitalisierung gegenüber prinzipiell positiv eingestellt sind. In der Praxis erlebe ich, woran das liegt.

In den Projekten, die ich in verschiedenen Branchen durchführe, werden vor allem die Mitarbeiter zum Thema Digitalisierung nicht ausreichend abgeholt und Digitalisierungsprojekte einfach aus dem Boden gestampft. Das führt oft zu verwaisten oder abgebrochenen Projekten, die die Zielvorgaben weit verfehlen. Oder es werden etwa Dokumente einfach nur digital übersetzt, obwohl die Chance bestünde, auch gleich den Prozess selbst zu verbessern. Der erhoffte Erfolg der Digitalisierung bleibt damit ebenfalls aus, denn es wird nicht am Ursprung, dem schlechten Prozess, gearbeitet, sondern ohne Sinn und Verstand alles Schlechte digitalisiert.

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