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Grund 1: schlechte interne Kommunikation

Ein Beispiel aus der Praxis: In einem meiner aktuellen Projekte bestand die Aufgabe darin, einen analogen Papierprozess in einen rein digitalen Prozess zu überführen. Die Papierausdrucke in A2 und A3 dienten einem Designteam im Unternehmen zur internen Ansicht und Abstimmung. Das Team mochte die Ausdrucke sehr, denn sie waren groß, man konnte sie anfassen und auf dem Tisch ausbreiten oder an der Wand aufhängen und so eine schöne Übersicht über die Arbeit erhalten.

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Das Management befand die Druckkosten und den Materialverbrauch als zu hoch und wollte den Designprozess so umstellen, dass keine Ausdrucke mehr erlaubt sein sollten. Die Designs könnten schließlich auch auf den PC-Monitoren angeschaut werden. In der Analyse stellten wir anhand von Mitarbeiter-Interviews fest, dass viel Skepsis gegenüber der Digitalisierung dieses Prozesses vorhanden war. Selbst große Monitore seien zu klein und man könnte die Designs nicht mehr schön auslegen und darüber diskutieren, sagten sie. Das Miteinander vor den physischen Ausdrucken war ein produktives Ritual.

Außerdem gab es Verärgerung darüber, dass das Management "Kosten sparen" als Grund kommuniziert hatte. Besser wäre wohl gewesen zu sagen, dass man die "Prozesse verbessern" wolle. Zwar kann das "Verbessern" auch als Vorwand genutzt werden, aber die Mitarbeiter der Abteilung wurden durch die Aussage, dass Kosten gespart werden sollten, bereits auf den ersten Metern der Umstellung emotional abgehängt.

Doch unrettbar sind solche Situationen nicht.

Digitalisierung kann auch Spaß machen

Wir erstellten auf Basis der Anforderungen der Mitarbeiter einen Prototyp in einer VR-Umgebung und stellten dieses Projekt als einen virtuellen Designraum vor. Und zwar als eine digitale Umgebung, in der Designs ausgebreitet und "angefasst" werden und sich die Mitarbeiter noch normal miteinander unterhalten konnten. Sie konnten sich physisch gegenüberstehen und trotzdem im digitalen Raum miteinander agieren. Es war sogar möglich, Teilnehmer von anderen Orten der Welt in den virtuellen Raum einzuladen - auch ohne VR-Brille - und an den Sitzungen teilhaben zu lassen. Die Liste der Ideen für Erweiterungen seitens der Mitarbeiter war wesentlich länger als die mit den Vorurteilen gegenüber dem digitalen Prototyp.

Der VR-Designraum erlaubte viele Dinge, die in der realen Welt nicht möglich waren, zum Beispiel die Designs in einer anderen Umgebung (auf einer grünen Wiese, in einer Galerie oder vor einem Stadtpanorama) wirken zu lassen. Mit unserem Prototyp konnten wir die Mitarbeiter überzeugen, dass Digitalisierung Möglichkeiten beinhaltet, die sogar Spaß machen können.

Erkenntnis: Kosten sparen allein reicht nicht

Was mich zu einer der wichtigsten Erkenntnisse führt: Nur aus Kostengründen digitalisieren zu wollen ist eine schlechte Idee. Vor allem Manager, die in den Unternehmen die Digitalisierung vorantreiben, dürfen die interne Kommunikation nicht unterschätzen. Kosten zu sparen ist für Mitarbeiter noch lange kein Grund, sich der Vision der Digitalisierung anzuschließen. Sie gänzlich im Gestaltungsprozess außen vor zu lassen, ebenfalls nicht. Niemand kennt die Prozesse besser als die Mitarbeiter. Deshalb sollten sie in Digitalisierungsprojekten immer mit höchster Priorität befragt und eingebunden werden. Dabei ist eine ehrliche, aber schlaue Kommunikation von Vorteil. Am Ende kann dabei sogar ein besserer und kosteneffizienterer Prozess herauskommen. Dafür muss allerdings hartnäckiges Misstrauen gegenüber digitalen Lösungen abgebaut werden.

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mifritscher 20. Jan 2020

Zu dem Dokument: Zum einen: " Fehlt dem elektronischen Dokument die Urkundenqualität...

gadthrawn 20. Jan 2020

Beworben wird das Produkt Marvin Engel und die Beraterleistung. Schon die letzten...

mifritscher 20. Jan 2020

nein, weil so manche es nicht hinbekommen das Teil auf pdf umzustellen - und dann...

Marvin_E 20. Jan 2020

Hi wanne, danke für dein Feedback. In dem VRProjekt wird heutzutage immernoch damit...

BuddyHoli 20. Jan 2020

Digitalisierung ist doch großartig. Ich habe seit mehr als 2 Jahren keinen einzigen...


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