Digitalisierung: 500-Euro-Laptops für Lehrer "leistungsfähig und gut nutzbar"

Das Land NRW hat seine Lehrkräfte mit Dienst-Laptops ausgestattet. Doch diese äußern deutliche Kritik und verwenden wohl weiter private Geräte.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Präsenzunterricht in einer Schule.
Präsenzunterricht in einer Schule. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Seit Beginn der Pandemie sind Lehrkräfte im Bundesland Nordrhein-Westfalen laut Schulministerium inzwischen praktisch vollständig mit Dienst-Laptops ausgestattet worden. Der Förderbetrag des Landes von 500 Euro pro Gerät und Lehrkraft reiche aus für "leistungsfähige und gut nutzbare" Endgeräte, die der Schulträger zentral konfiguriere und verwalte, sagte ein Ministeriumssprecher auf dpa-Anfrage am Montag nach Kritik an der Ausstattung.

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Einem Bericht der Rheinischen Post (RP) zufolge müssen viele Lehrer noch immer private Laptops nutzen. Denn das Land stelle ihnen keine Geräte bereit oder die erforderliche Software sei nicht aufgespielt, zitierte die RP einen SPD-Schulpolitiker.

Zudem verunsichere eine Neuregelung: Nach einer seit 21. Dezember gültigen Verordnung mit nur vierwöchiger Übergangsfrist dürfe das Lehrpersonal Privat-Laptops nicht mehr zur Verarbeitung personenbezogener Daten nutzen - beispielsweise also auch nicht zum Schreiben von Zeugnissen - sobald ein eigener Dienst-Laptop zur Verfügung stehe.

Der Philologen-Verband bemängelte in der RP, dass die Schulträger vom Land vor Anschaffung der Geräte keine genauen Infos erhalten hätten, was die Dienst-Computer leisten müssten. Unter dem Druck der Pandemie seien dann "irgendwelche" Geräte angeschafft worden. Man hätte zumindest eine angemessene Übergangsfrist gebraucht, um Klarheit zu schaffen und Geräte zu "ertüchtigen".

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An den allgemeinbildenden Schulen in NRW arbeiteten im Schuljahr 2020/2021 fast 179.000 Lehrkräfte. Bei dem genannten Förderbetrag ergibt sich damit eine theoretische Investitionssumme von immerhin fast 90 Millionen Euro. Hinzu kommen dann noch eventuelle Kosten für Lizenzen für die Software, die Administration oder auch die Infrastruktur-Ausstattung der Schulen. Derartige Ausgaben sind auch über den Digitalpakt Schule finanziert worden.

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illumina7 29. Jan 2022

Also mein Arbeitgeber hat einen Rahmenvertrag mit Fujitsu, vertrieben über Ricoh. Wir...

kmarkus 27. Jan 2022

Wenn man selber entscheiden könnte, welches Gerät man braucht, dann sind 500¤ für einen...

patka 27. Jan 2022

Aber dann ist doch das Problem nicht die Software, sondern das Problem ist doch, dass man...

OutOfCoffee 26. Jan 2022

Wenn der Rechner nur einen neuen Akku braucht, ist der schnell wieder laufbereit. Dafür...



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