Digitalfotografie: Toshiba macht das Smartphone zur Lichtfeldkamera

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba(öffnet im neuen Fenster) stellt auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas eine Lichtfeldkamera für Smartphones und Tablets vor. Sie ermöglicht es, Bilder, die mit dem Mobilgerät aufgenommen wurden, nachträglich zu fokussieren.
Die TCM9518MD(öffnet im neuen Fenster) verfügt über zwei Sensoren mit der CMOS-Technik. Sie sind jeweils 0,25 Zoll, etwa 0,6 Zentimeter, groß und haben jeder eine Auflösung von 5 Megapixeln. Hinzu kommt ein Prozessor für die Bildverarbeitung, der die Auflösung auf 13 Megapixel hochrechnet.
Bildinformationen und Tiefeninformationen
Beim Fotografieren werden nicht nur Bildinformationen aufgenommen, sondern auch die Entfernung zwischen der Kamera und den Objekten auf dem Bild berechnet. Auf der Basis dieser Tiefeninformationen können die Fotos später mit eigener Software nachfokussiert werden.
Die TCM9518MD wird allerdings nicht als Lichtfeldkamera auf den Markt kommen. Das System ist gedacht für die Integration in mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Das Kameramodul soll 50 US-Dollar kosten. Laut Toshiba(öffnet im neuen Fenster) sind erste Kameramodule in geringer Stückzahl für die Hersteller von Mobilgeräten zum Testen verfügbar.
Lytro machte den Anfang
Das US-Unternehmen Lytro(öffnet im neuen Fenster) hatte 2011 eine Lichtfeldkamera vorgestellt und im Jahr darauf in den USA auf den Markt gebracht . Daraufhin kündigten verschiedene andere Hersteller an, an vergleichbaren Kameras zu arbeiten, darunter auch der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia .
2012 hatte die japanische Zeitung Asahi Shinbun berichtet, Toshiba entwickle eine Lichtfeldkamera . Sie sollte über rund 500.000 Linsen verfügen. Allerdings scheint TCM9518MD eine andere Technik zu nutzen.



