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Digitalfotografie: Phase One stellt Mittelformatkameras mit 150 Megapixeln vor

Mittelklasseauto – oder doch lieber eine Digitalkamera? Phase One hat da mal etwas vorbereitet: Die neuen Mittelformatkameras des dänischen Hersteller haben Sensoren mit einer Auflösung von 150 Megapixeln.
/ Werner Pluta
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MF-Kamera XF IQ4 150MP von Phase One (Bild: Phase One)
MF-Kamera XF IQ4 150MP von Phase One Bild: Phase One

Fotografieren mit Mittelformat (MF) bedeutet deutlich mehr Auflösung als bei einer herkömmlichen Digitalkamera. Schon die beiden von uns vor einigen Monaten getesteten spiegellosen MF-Kameras bieten 50 Megapixel. Der dänische Hersteller Phase One schlägt das mit seinem neuen MF-System: um das Doppelte respektive das Dreifache.

IQ4(öffnet im neuen Fenster) heißen Phase Ones neue Rückteile. Das kleinste, IQ4 100MP Trichromatic, bietet eine Auflösung von 101 Megapixeln – wie die Top-Modelle der Vorgängerserie . Die beiden Top-Modelle IQ4 150MP und IQ4 150MP Achromatic haben einen – von Sony gefertigten – Sensor mit einer Auflösung von 151 Megapixeln. Es sind laut Hersteller die ersten Kameras mit einer solchen Auflösung. Das IQ4 150MP Achromatic ist ausschließlich für Schwarz-Weiß-Aufnahmen gedacht.

Wie bei Phase One üblich sind auch die neuen Kamerasysteme modular aufgebaut: Sie bestehen jeweils aus dem XF-Gehäuse, dem Rückteil mit dem Sensor, dem Sucher sowie Wechselobjektiven. Das bedeutet, die Kameras können beispielsweise mit unterschiedlichen Rückteilen oder einem Lichtschachtsucher versehen werden.

Phase One stellt 150-Megapixel-Rückteile vor
Phase One stellt 150-Megapixel-Rückteile vor (03:05)

Phase One hat einen Teil seiner Bildverarbeitungs-Software Capture One in die Kamera verlagert – der Hersteller spricht vom Kern der RAW-Bearbeitung. Das soll eine "optimale Steuerung von Vorschau und Bildeinstellungen" ermöglichen und verbinde "den Aufnahmeprozess enger als je zuvor mit der Nachbearbeitung."

Solche Kameras werden vor allem im Studio eingesetzt, wo sie direkt mit dem Computer verbunden sind. Die neue Serie hat gleich drei Optionen für das sogenannte Tethered Shooting: Die Kameras können per Funk, per USB-C und Ethernet an den Rechner angeschlossen werden, wobei sie über Ethernet und USB-C auch mit Strom versorgt werden können. Beim Außeneinsatz werden die Bilder auf SD- und XQD-Speicherkarten gespeichert.

Die XF-IQ4-Serie kommt im Oktober auf den Markt. Für das normale Portemonnaie sind die Kameras eher nicht geeignet: Das XF IQ4 100MP Trichromatic-Kamerasystem – zu einem Kamerasystem gehören Gehäuse, Rückteil, Suche sowie ein Schneider-Kreuznach-Objektiv nach Wahl – kostet 48.000 US-Dollar. Das XF IQ4 150MP-Kamerasystem gibt es für 52.000 US-Dollar, das XF IQ4 150MP Achromatic-Kamerasystem für 55.000 US-Dollar.


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